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#Hoodiejournalismus: FAS-Mann Staun erklärt sich

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Hoodie (Marke Scottevest, gesehen bei Gigaom)

Die Reaktionen waren wohl doch zu heftig: Am vergangenen Sonntag hatte der FAS-Kolumnist Harald Staun eine erstaunliche Sympathiewelle für Süddeutsche.de-Chefredakteur Stefan Plöchinger und den Kapuzenpulli als Arbeitskluft für Online-Journalisten ausgelöst. Jetzt rudert er zurück – zumindest teilweise.

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Grund war seine Kolumne „Die lieben Kollegen“, in der ihm viele ein erhebliches Maß an Arroganz unterstellten. Staun fasste in seinem Text die Diskussion zusammen, ob SZ-Web-Chef Plöchinger in die Chefredaktion der Print-Redaktion aufsteigen soll. Dabei resümierte er: „Wobei ja vielleicht wirklich nichts dagegen spricht, einen Internetexperten in die Führungsriege der Zeitung aufzunehmen. Wäre es aber dann nicht sinnvoll, auch einen Journalisten in die Chefredaktion von Süddeutsche.de zu holen?“

Diese FAS-Veröffentlichung war die Geburtstsstunde des Hashtags #Hoodiejournalismus.

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In seiner aktuellen Kolumne geht Staun nun noch einmal auf den Fall ein und sieht sich zu einer wortreichen Erklärung gezwungen. Als erstes erklärt der FAS-Autor erst einmal, dass er „das nicht wollte“. Er schreibt nun: „Die Heftigkeit der Reaktionen deutet darauf hin, dass nicht nur in den Köpfen sturer Printjournalisten noch immer seltsame Vorstellungen davon herrschen, welche Herausforderung die digitale Zukunft mit sich bringt, sondern auch unter den Kapuzen all jener, die den Choral vom Tod der Zeitung in der Hoffnung singen, ihn damit noch ein bisschen schneller herbeizuführen.“

Dann rudert er – zumindest im Ton – etwas zurück: „Um die Frage, die ich vor einer Woche polemisch gestellt habe, noch einmal höflicher zu stellen: Reicht es, wenn man Zeitungsredakteuren das Internet erklärt? Oder wäre es nicht mindestens so wichtig, die Größe, das Budget und damit eben auch die journalistische Kompetenz der Online-Redaktionen auszubauen?“ Tatsächlich wäre es Staun aber ganz lieb, wenn die Diskussion jetzt an dieser Stelle beendet wäre: „Ich kann mich täuschen, aber dem Journalismus der Zukunft, glaube ich, würde es guttun, wenn er sich nicht so viel mit dem Journalismus der Zukunft beschäftigte.“

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