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RTL verkabelt „Superstar“-Loft: „DSDS“ macht auf „Big Brother“

„Deutschland sucht den Superstar“
"Deutschland sucht den Superstar"

"Bohlen macht den Big Brother" schreibt die Bild und hat damit nicht unrecht. RTL hat das Loft, in dem die verbliebenen Kandidaten der aktuellen Staffel "Deutschland sucht den Superstar" wohnen (müssen) komplett verkabelt und mit fest installierten, automatischen Kameras ausgestattet. Nur Schlafzimmer und Bad werden von der Rundum-Überwachung ausgenommen. "DSDS" vollzieht damit endgültig die Wandlung von der Casting-Show zur Reality-Soap.

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Schon seit mehreren Staffeln „DSDS“ ist es nicht mehr die Musik oder das vorgebliche Talent der Kandidaten, das die Show treibt. Es geht um echte oder inszenierte Konflikte zwischen den Teilnehmern. Nun wird daraus eine Art „DSDS Tag & Nacht“ oder Big-Brother-Bohlen Show. 24 Stunden pro Tag zeichnen Kameras alle Zickigkeiten und Reibereien im „DSDS“-Loft auf, Sender-Mitarbeiter werten die Aufnahmen aus, ganz wie bei „Big Brother“. Bild zitiert sogar aus einem Kandidaten-Vertrag, aus dem hervorgeht, dass die Teilnehmer der aktuellen Staffel sich von Beginn an damit einverstanden erklären mussten, im Kandidatenhaus rund um die Uhr gefilmt zu werden.

Tabu für die fest installierten Kameras sind nur die Schlafzimmer und das Bad. Hier darf nur mit mobilen Kameras direkt gefilmt werden. Ein letztes Restchen Privatsphäre. Um die Musik geht es bei „DSDS“ schon lange nicht mehr. Zoff zwischen Teilnehmern und Gag-Kandidaten wie der in jeder Staffel auftauchende Menderes haben aus der einstigen Musik-Talentshow schon länger eine Art Soap-Wanderzirkus gemacht. Das läuft nach wie vor recht erfolgreich – mit einer Musik-Talentshow hat „Deutschland sucht den Superstar“ aber nicht mehr zu tun. Und wer wirklich noch glaubt, in dieser Sendung würden „Superstars“ geboren, der hat das Format wahrscheinlich noch nie gesehen.

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