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2 Mrd Dollar: Facebook übernimmt 3D-Datenbrillen-Hersteller Oculus

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Facebooks Shoppingtour geht in die nächste Runde: Einen Monat nach WhatsApp sicherte sich das Social Network nun für stolze zwei Milliarden Dollar den gerade mal zwei Jahre alten Datenbrillen-Hersteller Oculus VR, der seinen Prototypen für 3D-Virtual Reality-Spiele anbietet. Mark Zuckererg sieht darin offenkundig enormes Potenzial und spricht schon vom „sozialsten aller Netzwerke“.

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Mark Zuckerberg feilt weiter an seinem Machiavelli-Image: „Move fast and break things“, lautet nicht umsonst das Facebook-Motto – Stillstand bedeutet schließlich Rückschritt. Einen neuen Beweis lieferte der 29-jährige Facebook-Gründer dafür nach Handelsschluss ab. Für mal eben zwei Milliarden Dollar übernimmt Facebook das nicht mal zwei Jahre alte Start-up Oculus VR, das bislang noch kein massenmarktfähiges Produkt veröffentlicht hat, sondern lediglich eine Entwicklerversion.

Oculus Rift heißt der Protoytp, der seinen Anfang nahm, wie es wohl nur im Silicon Valley geht. Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter, auf der Projekte durch eine Vielzahl von Geldgebern finanziert werden, stellte der damals 19-jährige Student Palmer Luckey im August 2012 sein Konzept einer 3D-Datenbrille für den Einsatz bei Virtual Reality-Spielen ein. Nötiges Finanzierungsziel, um das Projekt entwickeln zu können: 250.000 Dollar. Eingegangene Mittel am Ende der Crowdfunding-Aktion: 2,4 Millionen Dollar.

Übernahme mit Aktie bezahlt – und nur 400 Millionen in bar

Rund eineinhalb Jahre später ist das Projekt um den Faktor 1000 im Wert gestiegen: Facebook übernimmt den 3D-Datenbrillen-Hersteller tatsächlich für satte zwei Milliarden Dollar, auf die nach Zielvereinbarungen noch mal 300 Millionen Dollar aufgeschlagen werden können. Der Kaufpreis überrascht, beträgt er doch das Dreifache der Summe, die der nach Google zweitwertvollste Internetkonzern 2012 noch für Instagram hinblätterte.  

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Allerdings ist die Belastung für Facebook auf den zweiten Blick weniger groß als sie zunächst erscheint: Lediglich 400 Millionen Dollar überwies das weltgrößte Social Network in bar, die restlichen 80 Prozent wurden per Aktie beglichen, die zuletzt von einem Allzeithoch zum nächsten stürmte und von Zuckerberg nun als gern genommene Akquisitionswährung eingesetzt wird.

„Wollen die nächste große Plattform nach dem Mobile-Zeitalter erschaffen“

Der Facebook-Chef begründete die auf den ersten Blick ziemlich ungewöhnliche Übernahme nach Handelsschluss in einer Telefonkonferenz mit den Chancen, die Oculus für Facebook biete: „Oculus hat die Möglichkeit, die sozialste Plattform aller Zeiten zu werden, die den Menschen ganz neue Möglichkeiten eröffnen wird, zu arbeiten, zu spielen und zu kommunizieren.“  

Gleichzeitig räumte Zuckerberg ein, dass das Investment „eine Wette auf die Zukunft der Kommunikation“ sei.  „Wir wollen uns darauf konzentrieren, die nächste große Computing-Plattform nach dem Mobile-Zeitalter zu erschaffen“, erklärte der Facebook-Chef. Ob es die 3D-Welt sein wird, für deren Zugang man die aktuell helmgroße Datenbrille von Oculus benötigt, bleibt die Multimilliarden-Dollar-Frage der kommenden Jahre…

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