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Cover-Check: stern fällt mit „Fall Edathy“ auf Alltime-Minusrekord

stern-Chefredakteur Dominik Wichmann und seine Ausgabe 9/2014
stern-Chefredakteur Dominik Wichmann und seine Ausgabe 9/2014

Schwächer hat sich ein stern seit der Einführung der IVW-Heftauflagen noch nie am Kiosk verkauft. Ausgabe 9/2014 mit dem "Fall Edathy" auf dem Titel ging nur 187.794 mal über die Ladentresen. Der Spiegel erzielte mit demselben Titelthema ein immerhin solides Ergebnis, der Focus landete mit "Endlich gut schlafen" unter dem Soll.

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Bisher landete der stern im Einzelverkauf – also in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc. – nie unter der 190.000er-Marke. Diesmal schon: Die 187.794 Verkäufe zeigen, dass die potenziellen stern-Käufer lieber einen Bogen um den unappetitlichen „Fall Edathy“ gemacht haben. „Wenn Männer begehren. Die dringend notwendige Diskussion über Pädophilie, Politik und Moral“ geht damit vorerst als Kiosk-Tiefpunkt in die stern-Historie ein. Im Vergleich zur Vorwoche griffen über 25.000 Leute weniger zum stern, der 12-Monats-Durchschnitt liegt derzeit bei 237.500, der 3-Monats-Durchschnitt bei 210.400. Insgesamt, also inklusive Abos, Bordexemplaren, etc. verkaufte sich Heft 9/2014 laut IVW 729.710 mal.

Der Spiegel widmete sich auf dem Cover der Ausgabe 8/2014 ebenfalls dem Politiker, der in Kanada Nacktfotos von Kindern bestellt haben soll: „Der Fall Edathy – Der Fall Friedrich – Die Staatsaffäre“ machte das Magazin daraus. Verglichen mit dem stern erging es dem Spiegel klar besser. Einen Minusrekord gab es nicht, die 242.969 Einzelverkäufe sind sogar der beste Wert seit fünf Wochen. Den 3-Monats-Durchschnitt von derzeit 246.800 erreichte man dennoch nicht ganz, den 12-Monats-Durchschnitt von 270.900 ohnehin nicht. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 830.043 Exemplaren.

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Der Focus blieb im Einzelverkauf unterdessen erneut unter der 80.000er-Marke hängen. Der Gesundheits-Titel „Endlich gut schlafen: Immer müde – Wie Ärzte 23 Millionen Deutschen helfen können“ kam nicht über 74.531 Einzelverkäufe hinaus. Ebenfalls als Teaser auf dem Titel prangte im Übrigen auch hier der „Fall Edathy“. Erst ein Focus sprang im laufenden Jahr bisher über die Kiosk-Marke von 80.000, der 3-Monats-Durchschnitt liegt noch bei 80.700, der 12-Monats-Durchschnitt bei 83.700. Insgesamt setzte der Verlag 494.263 Exemplare der Focus-Ausgabe 8/2014 ab.

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