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Candy Crush-Macher King Digital vor Mega-IPO am Mittwoch

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Candy Crush von King.com

Börsengang auf dem Gipfel: Der Online-Spiele-Anbieter King Digital wagt am Mittwoch den Gang an die Wall Street. Und das zu einer ziemlich spektakulären Bewertung: Bis zu 7,6 Milliarden Dollar könnte der Anbieter des beliebten Spiels „Candy Crush Saga“ aus dem Stand wert sein, wenn Aktien am oberen Ende der Bookbuildingspanne ausgegeben werden – das ist fast das Doppelte von Zynga. Doch das Schicksal des einst hoch gewetteten Spiele-Champions mahnt zur Vorsicht …

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Das Spiel mit der Sucht scheint sich auszuzahlen. Zynga Hits wie „Farmville“ und „Mafia Wars“ zogen Nutzer als Browser-Spieler vor Jahren vor allem auf Facebook in den Bann – die „Candy Crush Saga“ tut es heute im Mobilzeitalter als App auf dem Smartphone. In beiden Fällen war der Aufstieg gigantisch: Als Facebook an der Börse debütierte, machten die Erlöse durch Zynga immerhin 14 Prozent der Gesamtumsätze aus – der Browserspiel-Anbieter war in der Spitze 12 Milliarden Dollar wert.

Die Geschichte eines monetarisierten Hypes scheint sich nun zu wiederholen: Der britische Spielepionier King Digital veredelt den enormen Erfolg seines leicht verständlichen Puzzlespiels Candy Crush Saga mit einem milliardenschweren Börsengang. Tatsächlich ist es der größte IPO seit Twitter: Wenn King Digital am Mittwoch an der Wall Street debütiert, könnte das bereits zehn Jahre alte Software-Unternehmen 600 Millionen Dollar einnehmen und aus dem Stand mit 7,6 Milliarden Dollar bewertet werden.

Umsatz binnen eines Jahres verzwölffacht

Wie das möglich ist? Dank des zuckersüßen Erfolgs des App-Spiels sind Kings Umsätze im vergangenen Jahr förmlich explodiert. Tatsächlich haben sich die Erlöse förmlich auf schier zauberhafte Weise verzwölffacht – von 164 Millionen auf 1,88 Milliarden Dollar. Unterm Strich bleibt auch jede Menge hängen: Bemerkenswerte 568 Millionen Dollar fuhr King im vergangenen Geschäftsjahr netto ein – mehr als Twitter, LinkedIn und Amazon zusammen. 

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Mit einer Bewertung des dreizehnfachen Jahresnettogewinns erscheint King angesichts der jüngsten Wachstumsschübe geradezu moderat bewertet. Doch die Vergangenheit ist bekanntlich der beste Mahner: Auch Zynga verdiente zum Zeitpunkt des IPOs gutes Geld, um dann den nächsten großen Trend zu verpassen, der King erst an die Spitze befördern solle – Mobilspiele.

Henry Blodget: „Bemerkenswertes Timing beim Börsengang“

Doch der Gipfel könnte bereits überschritten sein: „Das Timing des Börsengangs ist absolut bemerkenswert. Die Nutzerzahlen sind bereits rückläufig“, warnt Henry Blodget vom Blogkonglomerat Business Insider bei einem Blick auf den Börsenzulassungsantrag. 

Was danach folgt, konnten Anleger in den letzten 24 Monaten bei Zynga beobachten: Die Aktie fiel von über 14 Dollar in der Spitze auf unter 2 Dollar als Farmville und MafiaWars aus der Mode kamen und die Spieler weiterzogen. Ein Candy Crush-Nachfolger ist unterdessen noch nicht in Sicht.

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