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Larrys Welt: Google-Chef Page beschwört Zukunft des selbstfahrenden Autos

Google-Gründer Larry Page ist CEO von Alphabet
Google-Gründer Larry Page ist CEO von Alphabet Foto: dpa

Rarer Auftritt auf der renommierten TED-Konferenz in Vancouver: Googles von Stimmband-Problemen geschwächter Chef Larry Page wagte in der Eröffnungsveranstaltung den großen Blick nach vorne. Die technologischen Möglichkeiten befänden sich im Anfangsstadium ihrer Erforschung: Selbstfahrende Autos wären für die Zukunft genauso wichtig wie anonym zur Verfügung gestellte medizinische Daten. Von der US-Regierung ist der Google-Chef wegen der NSA-Affäre enttäuscht.

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Zeit für Optimisten: „Ich bin sehr zuversichtlich für unsere Zukunft“, äußerte Apple-Chef Tim Cook Anfang der Woche in einem Statement anlässlich eines Apple-Buches.  Design-Chef Jony Ive schlug am Tag  zuvor im Interview mit der Sunday Times in dieselbe Kerbe:  „Wir sind in einer bemerkenswerten Zeit, in der eine bemerkenswerte Anzahl von Produkten hergestellt werden wird. Wenn wir über Technologie nachdenken und was sie bisher möglich gemacht hat und sie noch ermöglichen wird, dann sind wir nicht mal in der Nähe der Grenze. Es ist alles noch so neu.“

Aufbruchsstimmung dieser Art hatte Erzrivale Google im vergangenen Jahr durch seinen Gründer und CEO  fast unisono verbreitet: „Wir haben gerade erst angefangen“, erklärte Larry Page auf der Entwicklerkonferenz i/o. „Wir kratzen noch an der Oberfläche und haben gerade mal ein Prozent von dem erreicht, was möglich ist“.

„Der Hauptgrund, warum Unternehmen scheitern, liegt darin, dass sie die Zukunft verpassen“

Diese Vorstellung erneuerte der unter einer Stimmbandlähmung leidende Google-Chef zum 30. Geburtstag der TED-Konferenz (Technology, Entertainment, Design) in Vancouver im Gespräch mit TV-Legende Charlie Rose: „Der Hauptgrund, warum Unternehmen scheitern, liegt darin, dass sie die Zukunft verpassen.“ 

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Google probiere sich deshalb auf so vielen Schauplätzen aus: „Als wir Android gekauft haben“ – was im August 2005 der Fall war – „war es klein, und ich habe mich schuldig gefühlt, so viel Zeit zu investieren, aber es war smart, weil es die Zukunft war“, erklärte Page die Motivation immer wieder die nächstgrößere Sache zu verfolgen.

Plädoyer fürs selbstfahrende Auto: „20 Millionen Menschen werden jedes Jahr durch Unfälle verletzt“

Die nächstgrößere Sache nun sind nach Meinung des Google-Gründers eindeutig die selbstfahrenden Autos. „Los Angeles besteht zur Hälfte aus Parkplätzen und Straßen“, erklärte Page in Hinblick auf den verschwenderischen Umgang mit Autos, die ein Sicherheitsrisiko darstellten. „20 Millionen Menschen werden jedes Jahr durch Unfälle verletzt – es ist die häufigste Todesursache für Menschen unter 35.“ Schon 2017 wolle Google das Projekt auf die Straßen der USA bringen. 

Enttäuscht äußerte sich der Page, wie schon in der Vorwoche Facebook-Chef Mark Zuckerberg, über die jüngste Privatsphäre-Entwicklung im Internet. „Es ist nicht möglich, eine Demokratie zu haben, wenn wir Nutzer vor der Regierung schützen müssen. Die Regierung hat einen enormen Schaden angerichtet, darüber muss diskutiert werden.“ Der Gegenwind für Social Media-Präsident Barack Obama wird stärker.

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