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Wegen Preiserhöhung: Xing im Schweizer Premium-Shitstörmli

Xing-CEO Thomas Vollmoeller: Nutzerkritik nach AGB-Änderung
Xing-CEO Thomas Vollmoeller: Nutzerkritik nach AGB-Änderung

Das zu Burda gehörende Business-Netzwerk Xing hat Ärger mit den Eidgenossen. In der Schweiz hat sich wegen einer drastischen Preiserhöhung der Premium-Mitgliedschaft bei Xing ein veritables Shitstörmli zusammengebraut. Die Schweizer Xing-Dependance stellt die Abrechnungsmodalitäten von Euro auf Schweizer Franken um. Und erhöht dabei ganz nebenbei für viele Mitglieder den Preis für eine Premium-Mitgliedschaft. Teils von 77 Euro (93 Franken) auf 155 Franken pro Jahr.

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Bei Twitter und im Xing-Forum entlud sich daraufhin einiges an Zorn von Schweizer Xing-Mitgliedern. Einige der Empörten drohten mit Austritt. Schweizer Medien, wie Inside-IT.ch oder Blick berichteten. Gegenüber Blick und auf Twitter rechtfertigt der Schweizer Country-Manager von Xing, Roger Beer, die Preiserhöhung. Xing habe in der Schweiz erstmals seit zehn Jahren die Preise für eine Premium-Mitgliedschaft angepasst, sagt er. Außerdem sei der Preissprung nicht für alle Mitglieder gleich hoch.

Die kolportierten 77 Euro seien zudem ein „Aktionspreis gewesen“, von dem nicht alle Nutzer profitiert hätten. so Beer gegenüber Inside-IT. Der reguläre Jahres-Abo-Preis von Xing in der Schweiz habe bei 95,40 Euro gelegen, was knapp 115 Schweizer Franken entsprechen würde. Den größten Preissprung gebe es für Mitglieder, die schon lange dabei sind. Ob es freilich besonders klug für ein Unternehmen ist, gerade langjährige Mitglieder mit hohen Preiserhöhungen zu konfrontieren, steht freilich auf einem anderen Blatt.

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Beer rechtfertigt die Preiserhöhung außerdem damit, dass Xing in den vergangenen Jahren die Services der Premium-Mitgliedschaft mit zahlreichen Produktinnovationen ausgebaut und massiv investiert habe. Blick.ch schreibt dazu, der Country-Manager verliere sich in Marketing Floskeln.

Einige Mitglieder regten sich besonders darüber auf, dass in der Mail, mit der die Preiserhöhung kommuniziert wurde, stand, die Umstellung von Euro auf Schweizer Franken sei „auf den vielfachen Wunsch“ von Kunden geschehen. Wörtlich heißt es in der Infomail: „Ab dem 24. April 2014 reagieren wir auf den vielfachen Wunsch unserer Kunden und stellen die XING Mitgliedsbeiträge von Euro auf Schweizer Franken um. Gleichzeitig passen wir die Beiträge für Ihre Premium-Mitgliedschaft an“

Dabei scheint es so, dass die Schweizer Xing-Kunden gar nichts gegen eine Preiserhöhung an sich haben. Aber die Höhe der Preisanpassung und die Art und Weise, wie diese kommuniziert wurde, kamen offenbar nicht gut an …

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