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„My Revolution“: Kiew-Blogger veröffentlichen Doku bei YouTube

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Die Krise in der Ukraine hat längst bürgerkriegsähnliche Zustände erreicht. Bereits seit dem 21. November 2013 dokumentieren Video-Blogger wie Nikolay Ovcharov das Geschehen rund um den Maidan-Platz in Kiew. Eine deutsche Produktionsfirma hat daraus eine Dokumentation gemacht und sie bei YouTube veröffentlicht.

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„Es wäre mir eine Ehre, mein Leben meinem Land zuliebe zu geben“, erzählt der ukrainische Aktivist Nikolay Ovcharov im Interview. Seit Beginn des Aufstands in der Ukraine im November 2013 sind er und weitere Blogger regelmäßig auf den Straßen rund um den Maidan unterwegs, um die Aufstände gegen die ukrainische Regierung zu dokumentieren. Die Blogger, die teils auch aktiv an den Protesten teilnehmen, trauen sich dorthin, wo es am gefährlichsten ist – mitten hinein in die teils gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Das Videomaterial, das er und andere Video-Blogger über fast fünf Monate zusammengetragen haben, haben sie einem Team der deutschen Produktionsfirma ECO Media zur Verfügung gestellt. Die Autoren des Hamburger Unternehmens, das eigentlich Dokumentationen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk dreht, haben diese Ausschnitte in Verbindung mit Augenzeugen-Interviews zu einer 30-minütigen Amateur-Dokumentation zusammengeschnitten und nun bei YouTube veröffentlicht.

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In der Doku „My Revolution – Video Diary from Kiev“ kommt nicht nur Aktivist Nikolay Ovcharov selbst zu Wort, sondern auch Zeugen sowie weitere Blogger, ein ukrainischer Journalist und zwei polnische Filmemacher, die in die Ukraine gefahren sind, um dort zu sein, „wo eine Idee Menschen vereint“, wie Produzent Leszek Molski erklärt. Die Dokumentation begleitet die Proteste ausgehend vom 21. November 2013, als die Absage der ukrainischen Regierung an das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union viele menschen in der Ukraine aufbrachte. Bis heute entwickelte sich der Protest zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Besonders die Scharfschützen-Attacken Ende Februar, bei denen 44 Menschen getötet wurden und bis heute unklar ist, wer diese Schüsse abgegeben und in Auftrag gegeben hat, werden in der Doku thematisiert.

In „My Revolution“ liefern die heimischen Blogger Szenen aus Auseinandersetzungen, in die Redaktionen ihre Reporter – zu recht – nicht schicken würden. Der Zuschauer erhält dadurch authentische Eindrücke aus erster Hand. Das gilt auch für die persönlichen Eindrücke der Interview-Partner sowie deren Schlussfolgerungen. Auf jeden Fall ein sehenswertes Projekt!

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