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84 Stellen: DuMont und Verdi einigen sich auf Modell zum Personalabbau

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Bereits im September war klar: Das Kölner Verlagshaus DuMont Schauberg (MDS) baut 84 Stellen ab. Jetzt haben sich Verlag und Verdi auf ein Abfindungs- und Altersteilzeitmodell zum Personal-Abbau geeinigt. Laut Betriebsrat seien betriebsbedingte Kündigungen aber nicht ausgeschlossen, so der Focus.

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Der Stellenabbau sei alternativlos, kommunizierte die DuMont-Verlagsführung im vergangenen November gegenüber ihrer Belegschaft. Seither haben die Parteien allerdings nach Alternativen zu betriebsbedingten Kündigungen gesucht – und nun gefunden. Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, haben sich Verlag und die Gewerkschaft Verdi auf ein Abfindungs- und Altersteilzeitmodell zum Abbau der  84 Stellen geeinigt. Dies hat MDS gegenüber MEEDIA bestätigt. Man habe mit der Gewerkschaft einen Tarifvertrag für Altersteilzeiten ausgehandelt, heißt es aus Köln. Das Abfindungsmodell sei ein zusätzliches Angebot des Verlages.

Zwar ist die Einigung auch eine vereinte Absage an betriebsbedingte Kündigungen. Wie Vize-Betriebsratchef Heinrich Plaßmann dem Focus sagte, gebe es angesichts des „mageren Angebots“ allerdings Zweifel, „ob viele Mitarbeiter davon Gebrauch machen werden.“  In diesem Fall könnten betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr ausgeschlossen werden, so der Focus.

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Trotz der beiden Alternativmodelle scheinen sich die Verlagsmitarbeiter nicht so einfach geschlagen geben zu wollen. Wie Focus weiter berichtet, habe man mit dem ehemaligen Direktor des Arbeitsgerichts in Köln, Franz-Joachim Thür, einen Schlichter für etwaige Arbeitskonflikte berufen. Gegenüber MEEDIA bestätigt DuMont, dass dieser „im Zusammenhang mit unterschiedlichen Rechtsauffassungen bezüglich einer Betriebsvereinbarung im Druckzentrum“ eingeschaltet wurde.

Das Verlagshaus DuMont Schauberg hatte den Stellenabbau Ende September des vergangenen Jahres angekündigt. Bis Ende 2014 sollen in Verwaltung, Verlag und Druckzentrum in Köln 84 der insgesamt 850 Stellen wegfallen. Im Zuge weiterer Sparmaßnahmen sei ebenfalls geplant den Anzeigenverkauf, den Zeitungsverkauf und die Verlagswerbung in die schon bestehende Tochtergesellschaft MVR Media Vermarktung Rheinland GmbH zu integrieren und, wie es heißt “inhaltlich neu aufzustellen”. Nach einer Verlustrunde von 112 Millionen Euro im Jahr 2012 (u.a. zurückzuführen auf die Pleite der Frankfurter Rundschau), schloss DuMont das Geschäftsjahr 2013 mit schwarzen Zahlen in Höhe von 14 Millionen Euro ab. 

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