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Facebook-Chef Mark Zuckerberg postet gegen US-Chef Barack Obama

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Barack Obama, Mark Zuckerberg: Der US-Präsident hat ein Problem mit Facebooks Fake News

Nach der Slapstick-Einlage mit Zach Galifianakis folgt nun der echte Zwist. Ausgerechnet Mark Zuckerberg hat sich den Social Media-Präsidenten Barack Obama vorgeknöpft. Ungewöhnlich unverblümt äußerte Zuckerberg seine Enttäuschung über die NSA-Spionage der US-Regierung.

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Bereits im vergangenen Herbst hatte Mark Zuckerberg auf der „Disrupt“-Konferenz von TechCrunch ohne Umschweife erklärt: „Sie haben es vermasselt“. Damit meinte der Facebook-Chef die US-Regierung, die ihre NSA als Spionagewerkzeug auch via Internet weidlich nutzt.

Die Entfremdung zwischen den Helden des Silicon Valley und der Obama-Regierung nimmt unübersehbar zu. Lange ließen sich Startup-Gründer öffentlichkeitswirksam von der Obama-Administration einnehmen.

„US-Regierung soll Verteidiger des Internets sein und keine Bedrohung“

Jetzt schlägt das Pendel in die andere Richtung aus. „Die US-Regierung sollte ein Verteidiger des Internets sein und keine Bedrohung“, zog Zuckerberg in einem öffentlichen Posting auf Facebook gegen die Obama-Administration vom Leder. „Wenn unsere Techniker unermüdlich daran arbeiten, die Sicherheit zu erhöhen, gehen wir eigentlich davon aus, Euch gegen Kriminelle zu schützen und nicht gegen unsere eigene Regierung“.

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Und weiter: „Ich bin verwirrt und frustriert über die anhaltenden Berichte über das Verhalten der US-Regierung“, schreibt Zuckerberg. Die Verärgerung ging so weit, dass der 29-Jährige sich bei Barack Obama persönlich gemeldet hat.

„Ich habe Präsident Obama angerufen und meine Frustration darüber zum Ausdruck gebracht, welchen Schaden die Regierung für unsere Zukunft anrichtet. Leider sieht es so aus, als ob es noch sehr lange dauern wird, bis eine wirkliche Reform kommt.“ Ein Statement vom Weißen Haus zu Zuckerbergs Beschwerde steht noch aus.

Ein wenig Eigen-PR ist bei der öffentlichkeitswirksamen Schelte auch dabei. Schließlich muss sich Facebook immer wieder gegen Vorwürfe wehren, selber viele Daten über Nutzer für wirtschaftliche Zwecke zu nutzen (freilich legal, weil mit Zustimmung der Facebook-Nutzer). Da ist es hilfreich, wenn man mit dem Finger auf einen anderen zeigen kann. Selbst, wenn der Obama heißt.

 

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