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Druckkosten „erheblich“ reduziert: Etwas Hoffnung für die Abendzeitung

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Abendzeitung München

Erster Lichtblick für die Abendzeitung München. Der Insolvenzverwalter des von der Zahlungsunfähigkeit bedrohten Verlags hat eine Reduzierung der Druckkosten erreicht. Die AZ hatte sich mit einem sehr unvorteilhaften Druckauftrag selber finanziell geknebelt.

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Insolvenzverwalter Axel Bierbach teilte am Freitag mit, die Kostenbasis des Verlags werde sich nun „erheblich verbessern“. Verhandelt hat er mit der Süddeutsche Societäts-Druckerei, einer Tochter der Frankfurter Societäts-Druckerei (die wiederum eine Schwester der FAZ GmbH ist). Bereits 1998 hatte der verlag der AZ einen lang laufenden Druckvertrag abgeschlossen, der bis Ende 2015 läuft.

Der bisherige AZ-Verleger Johannes Friedmann hatte in einem Interview gesagt, der Vertrag habe „viele zusätzliche Millionen gekostet“. Friedmann: „Wir haben mit diesen Leuten lange verhandelt, die haben sich aber absolut hartleibig gezeigt.“ Nun ist die Verhandlungsposition freilich besser. Denn müsste die Abendzeitung ihr Erscheinen einstellen, bekäme die Druckerei gar kein Geld mehr.

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Der AZ-Verlag hatte am 5. März einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wegen „drohender Zahlungsunfähigkeit“. Verleger Friedmann hatte über die Jahre etwa 70 Millionen Euro Verlust mit der Zeitung geschrieben und hatte sich in Absprache mit der Familie dazu entschlossen, das Kapitel AZ zu beenden. Als möglicher Käufer käme der Süddeutsche Verlag infrage (an dem Friedmann mit gut 18 Prozent beteiligt ist), der sich aber bisher wenig interessiert gezeigt hat. Oder der Verleger Dirk Ippen, der aber mit der tz einen profitablen AZ-Konkurrenten herausgibt. Ob er etwas von einer Übernahme hätte – unklar.

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