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Presserat rügt Die Harke. Titanic durfte mit Lauda aufmachen

Titanick-Cover war nicht herabwürdigend. Die Harke kassierte aber eine Rüge
Titanick-Cover war nicht herabwürdigend. Die Harke kassierte aber eine Rüge

Zu Beginn der Edathy-Affäre beschäftigen sich die Medien lebhaft mit der Frage, ob die Lokalzeitung Die Harke ein Foto hat veröffentlichen dürfen, das die Wohnung des Politikers während der Polizei-Durchsuchung zeigt. Der Presserat beantwortet diese Frage nun klar mit einem Nein. Die Titanic durfte sich dagegen über Niki Lauda lustig machen.

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An der Berichterstattung der Harke hatte der Presserat nichts auszusetzen. Nur das Bild verstößt nach Ansicht der Medienwächter gegen den Schutz der Persönlichkeit (Ziffer 8). „Nach Richtlinie 8.8 des Pressekodex genießt der private Wohnsitz besonderen Schutz“, schreibt der Presserat.

Direkt nach Erscheinen des Bildes wurden die Zeitung und ihr Reporter, der das Foto gemacht hatte, scharf kritisiert. Dieser rechtfertigte sich allerdings mit der Aussage, dass Edathy immerhin kein „kleiner Bürgermeister“, sondern „eine veritable Person der Zeitgeschichte“ sei. Besonders wichtig war dem Beteiligten dabei immer der Fakt, dass das umstrittene Bild von der Balustrade eines Treppenaufgangs aus gemacht wurde. Der Reporter hatte niemals die Wohnung des Politikers betreten, sondern durch das Fenster fotografiert.

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titanic-cover
Neben dem Edathy-Foto beschäftigte sich der zweite Ausschuss der Medienwächter auch mit den Beschwerden an der Titelseite der Titanic. Die Satirezeitschrift hatte ein Foto des ehemaligen Rennfahrers unter der Überschrift „Erstes Foto nach dem Unfall: So schlimm erwischte es Schumi“ veröffentlicht. „Der Ausschuss sah als Tatsachenkern in der Veröffentlichung eine kritische Auseinandersetzung mit dem Medienrummel um Michael Schumachers Gesundheitszustand und der Jagd der Reporter nach Fotos von dem Verunglückten“, heißt es in der Erklärung. In der satirischen Darstellung werde dabei Niki Lauda als falsche „Trophäe“ präsentiert. „Aufgrund der Tatsache, dass das Foto neutral ist und die Unfallverletzungen von Niki Lauda nicht in den Mittelpunkt gestellt werden, ist es nicht herabwürdigend“.

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