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Nach verworfenen ZDF-Plänen: ARD verfilmt das Leben der Anne Frank

Anne Franks Lebensgeschichte soll im Ersten ausgestrahlt werden. Foto: dpa
Anne Franks Lebensgeschichte soll im Ersten ausgestrahlt werden. Foto: dpa

Erst wollten Oliver Berben und das ZDF das Leben der Anne Frank verfilmen. Doch der Frank-Fonds grätschte dazwischen und warf dem Sender "respektloses Verhalten" vor. Nun soll AVE für ARD den Stoff umsetzten. Da dürfte es keinen Ärger geben. Die Produktionsfirma AVE hält sämtliche Verfilmungsrechte am Tagebuch - weltexklusiv.

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In einer Pressemeldung kündigt der Hessische Rundfunk das zweiteilige Doku-Drama an, das zu Beginn 2015 im Ersten ausgestrahlt werden soll. Das Kooperationsprojekt des hr (federführend) mit dem rbb sieht einen Fernsehfilm vor, der mithilfe bisher unveröffentlichten Fotos, Archiv- und Bildmaterial die Beziehung von Vater und Tochter in den Mittelpunkt stellt. Produzieren sollen Walid Nakschbandi und Michael Souvignier von der AVE Gesellschaft für Fernsehproduktion mbH, die zeitgleich an einem internationalen Kinofilm über Anne Frank arbeitet.

Zu Beginn des Jahres hatte das ZDF um die Produktionsfirma von Oliver Berben ähnliche Pläne. Doch die Erben der Anne Frank, die über einen Fond verfügen, übten harsche Kritik am Sender – „respektloses Verhalten an einer im Holocaust weitgehend vernichteten Familie“. All das hat die ARD nicht zu befürchten, schließlich ist die AVE alleinige Rechteinhaberin.

Hannah und Raymond Ley („Die Kinder von Blankenese“, „Eichmann“) haben das Drehbuch geschrieben, das sich eng an die Vorlage des berühmten Tagebuches halten soll. Drehbuchautor Ley wird auch Regie führen. Auf der Suche nach der passenden Besetzung für die Hauptrolle wird derzeit in Berlin und Frankfurt gecastet. Auch Interviews mit Zeitzeugen sollen geführt worden sein.

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Anne Frank versteckte sich während des zweiten Weltkrieges gemeinsam mit ihrer Familie in einem Amsterdamer Hinterhaus vor den Nazis, bevor die Jüdin im Konzentrationslager Bergen-Belsen zu Tode kam. Einzig Überlebender der Familie war ihr Vater Otto Frank, der nach dem Tod seiner Tochter deren Tagebücher entdeckte und sie in Buchform veröffentlichte. Heute gelten die Schriften als wichtige Zeitdokumente.

 

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