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Sicherheitslücke bei WhatsApp: Entwickler können auf Chatverlauf zugreifen

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Trotz Update weiterhin leicht zu knacken: Mit ein wenig Geschick können Entwickler im Handumdrehen auf den gesamten Chatverlauf von WhatsApp-Nutzern zugreifen, die ein Android-Smartphone mit SD-Karte besitzen. Das hat der niederländische IT-Berater Bas Bosschert herausgefunden. Der Messenger steht in der Kritik.

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So ist es möglich, mittels eines Schadcodes die Daten von einer SD-Karte nicht nur auszulesen, sondern auch vom Nutzer unbemerkt auf einen anderen Server hochzuladen. Der entsprechende Quellcode könnte beispielsweise in einem Android-Spiel eingeschleust werden, das der Nutzer installiert hat. Zwar untersagt Google derartige Schadsoftware in seinem Google Play Store. Doch im Gegensatz zu Apples Prüfsystem gelangen Anwendungen unter Android ohne große Kontrollen immer noch in den Google Play Store. Berichten zufolge haben 99 Prozent der mobilen Malware deswegen Android-Geräte zum Ziel.

iOS-Nutzer nicht betroffen
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Bosschert hat nach eigenen Angaben die Sicherheitslücke für Android-Smartphones mit SD-Karte zwar mit einer älteren WhatsApp-Version gefunden, konnte den Bug aber auch in der aktuellen Version ausnutzen. Denn erst vor wenigen Tagen lieferte WhatsApp eigentlich ein Update für Android-Smartphones aus, das den Nutzern mehr Privatsphäre verspricht. So sollen WhatsApper künftig entscheiden können, wer das Profilbild, die Statusmeldung oder den Online-Status sehen darf.

Während iOS-Nutzer von dem veritablen Sicherheitsproblem nicht betroffen sind, bleibt Besitzern eines Android-Smartphones nicht anderes übrig, als vorerst auf eine SD-Karte als Speichererweiterung zu verzichten, wenn sie vermeiden wollen, dass eventuell sensible Daten aus WhatsApp unbemerkt von Dritten heruntergeladen werden.

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