Anzeige

De:Bug sucht einen Käufer oder stellt sein Magazin ein

Sascha-Koesch.jpg

Das Ende einer Print-Indie-Institution: Nach 16 Jahren ist Schluss. Via Blog-Posting verkündet Sascha Kösch das Ende von De:Bug. Für den Geschäftsführer und Mit-Gründer scheint das Ende des Magazins besiegelt. Es sei denn, es findet sich ein Käufer.

Anzeige
Anzeige

Passend dazu ist sein Abschiedsposting auch mit der Zeile „Willst Du eine Zeitung kaufen?“ überschrieben.

Alles im Allem erweckt Kösch einen abgekämpften Eindruck. „Das Glück aber liegt am Ende wohl nicht unbedingt zwischen gedruckten Seiten“, schreibt er. „An Ideen für alternative Modelle hat es uns nie gemangelt, allein die Umsetzung aus dem Flickenteppich der Unabhängigkeit heraus erwies sich aber immer als unmöglich. Dann doch lieber mit Liebe die nächste Ausgabe machen“.

Tatsächlich hat De:Bug vor allem mit dem Medienwandel, auch in der eigenen kleinen Nische zu kämpfen. „Die Welt explodiert in Medien, die Konkurrenz für umsonst ist überall, die Margen werden immer kleiner und die Mischkalkulationen immer ausufernder.“

Anzeige

Laut Mediadaten liegt die Auflage des monatlichen Magazins bei 26.782 Exemplaren. Thematisch waren die Berliner lange ihrer Zeit voraus, indem sie sich schon früh allen „elektronischen Lebensaspekten“ widmete. Darunter verstanden die Gründer Sascha Kösch, Riley Reinhold und Benjamin Weiss nicht nur Musik. Es gibt seit 1997 immer auch um Kunst, Mode und Web- bzw. Online-Themen.

Die Zunft beschreibt Kösch als „ungewiss“. Weiter schreibt er: „Werden wir De:Bug verkaufen? Wenn sich eine sinnvolle Möglichkeit ergibt, durchaus. Es kann nicht genug gut-gedrucktes Wort geben“.

Ein abruptes Ende wird es allerdings nicht geben. Immerhin wollen die Macher erst noch die kommende – und möglicherweise letzte – Ausgabe fertig machen. Oder wie sei sagen: „feinschleifen“.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*