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Markus Lanz: „Manchmal habe ich das Gefühl, das wird jetzt alles zu viel“

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Im Interview mit der früheren TV-Talkerin Bärbel Schäfer spricht "Wetten dass..?"-Moderator Markus Lanz in der Frauenzeitschrift Emotion über die anhaltende Kritik an seiner Person und sein Verhältnis zur Prominenz. Manchmal habe er das Gefühl, dass ihm alles zu viel werde. Lanz sagt aber auch: Aber wenn die Anstrengung besonders groß ist, ist es umso schöner, wenn der Schmerz nachlässt. Daran wachse ich."

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Als das Gespräch geführt wurde, war der Wirbel um eine Online-Petition gegen Lanz gerade auf dem Höhepunkt. Der ZDF-Moderator steht seit einiger Zeit enorm im Kreuzfeuer der Kritik. Einmal wegen seiner Moderation der Unterhaltungsshow „Wetten dass..?“ und zuletzt wegen eines Interviews in seiner Talkshow, bei dem er die Linken-Politikern Sahra Wagenknecht nicht ausreden ließ. Wegen dieses Interviews wurde eine Online-Petition gegen Lanz gestartet, in der über 230.000 Menschen seine Absetzung als ZDF-Moderator forderten.

„Ich kenne auch Kollegen, die nach einer langen Sommerpause nur mit Scheu wieder ein Fernsehstudio betreten, weil sie glauben, sie können diesem Druck nicht mehr standhalten. Diese Angst habe ich manchmal auch, das gebe ich gerne zu“, so Lanz in dem Emotion-Interview.

Im Emotion-Interview spricht Lanz erstaunlich offen über seine Probleme mit der Öffentlichkeit: „Ich glaube, es ist die Angst vor dem ‚Öffentlichsein‘, ausgestellt zu sein wie im Schaufenster. Ich werde mich nie an dieses Gefühl gewöhnen.“ Auch mit dem Begriff Promi kann der ZDF-Moderator wenig anfangen, jedenfalls soweit es seine Person betrifft: „Was soll das sein, Prominenz? Ist es die Lizenz, sich aufzuführen wie ein Idiot? Sicher nicht. Es ist in Wahrheit eine Kategorie in der Klatschpresse, ein Geschäft. Aus dummen Fotos werden dumme Geschichten gemacht – und verkauft. Ich mag diesen Zustand nicht.“

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Aus diesen Sätzen wird deutlich, wie sehr sich Lanz von seinem „Wetten dass..?“-Vorgänger Thomas Gottschalk unterscheidet. Gottschalk liebte und liebt das öffentliche Zelebrieren seiner Person. Lanz toleriert diesen Aspekt seiner Arbeit nur als notwendiges Übel. Im Gegensatz zu seiner Talkshow oder seinen Reise-Dokus ist Lanz auf der großen Showbühne nicht mit sich im Reinen. Das merkt man ihm in seinen „Wetten dass..?“-Sendungen an. Das spüren auch die Zuschauer. Und das ist ein Problem, dass sich durch kein anderes Bühnenbild oder eine fahrbare Couch aus der Welt schaffen lässt.

Wenn er im Restaurant sitze und dabei heimlich mit Handy gefilmt werde, wie er sich ein Schnitzel „reinschiebt und kaut“, dann findet Lanz das „einfach nur bescheuert“. Es sei nicht leicht, „unter Dauerfeuer in der Kritik zu sein“. Aber seine Herkunft als Südtiroler Bub helfe ihm. Lebensnotwendig seien das Fernsehen und Mediengeschäft für ihn aber nicht. Lanz: „Manchmal denke ich: Das Fernsehen, das wir heute kennen, gibt es vielleicht nur noch zehn Jahre. Das muss aber auch nichts Schlechtes sein.“ Da ist er mit seinen Kritiker wahrscheinlich sogar einmal einer Meinung.

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