Anzeige

Chefredakteurin Lisa Feldmann verlässt das Interview Magazin

Lisa Feldmann war acht Monate lang Chefredakteurin bei Interview.
Lisa Feldmann war acht Monate lang Chefredakteurin bei Interview.

Vierter Führungswechsel in drei Jahren: nach nur acht Monaten hat Interview-Chefredakteurin Lisa Feldmann (ehemals "Annabelle") am Freitag laut Welt ihre Kündigung eingereicht – mit sofortiger Wirkung. Immer unklarer wird, warum der Mann hinter Interview Deutschland, Bernd Runge, das Blatt am Leben hält.

Anzeige
Anzeige

Gründe für Feldmanns Entscheidung seien Uneinigkeiten über den Kurs der Zeitschrift, berichtet das Onlineportal der Welt. Damit setzt sich der Holperkurs des deutschen Ablegers des Lifestyle-Magazins fort, das der Pop-Art-Künstler Andy Warhol Ende der 60er Jahre in New York gegründet hatte.

Das Konzept: monatlich erscheinende Features und Interviews mit Prominenten aus Kultur und Unterhaltung. Der Clou im Original: Promis interviewen Promis. Diese Eigenart wurde in der deutschen Variante wenig bis kaum umgesetzt. Seit Jahresbeginn 2012 wird die Zeitschrift auch in Deutschland publiziert. Feldmanns Vorgänger war ein Jahr lang Jörg Koch („032c“), der die russische Modejournalistin Alyona Doletskaya als Gründungschefredakteurin abgelöst hatte. Feldmann wollte die Zeitschrift, die zehnmal im Jahr erscheint, zu einer reinen Frauenzeitschrift machen.

Anzeige

Feldmann hatte für Interview Zürich gegen Berlin eingetauscht. In der Schweiz hatte sie zehn Jahre als Chefredakteurin das Schweizer Frauenmagazin Annabelle verantwortet. Zuvor war die heute 55-Jährige Chefredakteurin der Cosmopolitan und arbeitete unter anderem bei dem Magazin der Süddeutschen Zeitung, bei Elle, Stern und Tempo.

Wer bei Interview auf Feldmann folgt – unklar. Hinter der deutschen Gründung steht der ehemalige Condé Nast-Manager Bernd Runge. Branchenintern wird immer unklarer, warum Runge bzw. seine Geldgeber die Zeitschrift am Leben halten – und offenbar weiter Geld in Werbung und Ausstattung investieren. Denn die Auflage hält sich seit der Gründung offenbar in sehr überschaubarem Rahmen. Keine 10.000 Exemplare soll das Blatt im Grosso absetzen, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Offiziell bei der IVW gemeldet wurden im vierten Quartal 2013 68.261 verkaufte Exemplare – darunter 28.218 Abos und 17.914 Kiosk-Verkäufe.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*