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Vox: Mit Xavier Naidoo und Dracula-Serie gegen den Abwärtstrend

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Das neue Vox-Event "Sing meinen Song" mit Xavier Naidoo

Die wichtigsten Zutaten, mit denen sich der RTL-Sender Vox aus dem Quotentief befreien will: Eine hochkarätig besetzte "Musik-Event-Reihe" mit Xavier Naidoo, Vampire aus den USA und viele Eigenproduktionen, u.a. mit Steffen Henssler und Jorge Gonzalez.

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Man kann Vox-Chef Bernd Reichart nicht vorwerfen, er rede die Dinge schöner, als sie sind. Die diesjährige, sehr erfolgreiche RTL-Dschungelshow habe im Sender-Marktanteil ebenso Dellen hinterlassen wie die Olympischen Winterspiele, sagte er bei der Programmpräsentation in Berlin. Im Februar lag Vox im Gesamtpublikum erstmals unter der Marke von 5 Prozent. Der Jahresurchschnitt für 2013 lag bei 5,6 Prozent – was eher auf Stagnation hinweist.

Reicharts Antwort ist dreigeteilt: Gute Serienware aus den USA plus Eigenproduktionen plus ein Event, mit dem der Sender über die Zielgruppe hinaus auf sich aufmerksam macht. Bei dem Event handelt es sich um „Sing meinen Song„, präsentiert vom Sänger und Ex-„The Voice“-Juror Xavier Naidoo. Das Konzept: Sieben Stars singen die Songs der jeweils anderen. Gedreht wird in Südafrika, gesendet wird ab dem 22. April dienstags um 20.15 Uhr.

Das Format stammt aus den Niederlanden und verspricht tatsächlich gute Unterhaltung für diejenigen, denen Musik-Castings zu flach geworden sind, denen es mehr um die Musik als um das Schicksal von Talenten geht. Das Lineup der Sendung ist sehr gut, mit Sarah Connor, Andreas Gabalier, Sasha, Roger Cicero, Sandra Nasic (Guano Apes) und Gregor Meyle (wurde bei Raab entdeckt). Bei der Präsentation in einem Berliner Club sangen Naidoo, Connor und Gabalier live. Auch Musikstars müssen im Gespräch bleiben, doch wenn der Eindruck nicht trügt, haben die Beteiligten tatsächlich Lust auf das Experiment.

Senderchef Reichart hat ausgerechnet, dass Eigenproduktionen rund 70 Prozent der Programminhalte von Vox ausmachen. Mit der „Höhle der Löwen“ adaptiert der Sender eine britische Gründer-Show, in denen Kandidaten ihre Geschäftsideen einer fünfköpfigen Jury verkaufen müssen. Die Juroren investieren angeblich eigenes Kapital. Daniela Katzenberger bekommt eine neue Sendung, in der sie sich auf die Suche nach „wahrer Schönheit“ begibt. „Grill den Henssler“ wird künftig von Ruth Moschner moderiert, Jorge Gonzales macht eine „Walk Academy“ auf.

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Aktivposten im Nachmittagsprogramm wird wieder Guido Maria Kretschmer mit der „Shopping Queen“ sein, mit dabei ist erneut Martin Rütter, der wie Katzenberger auf Reisen geschickt wird.

Schließlich die US-Serien, allen voran „Dracula“ mit Jonathan Rhys Meyers, produziert von den „Downton Abbey“-Machern. „King & Maxwell“ ist ein neues Detektiv-Team. Beide Sujets sind so bewährt wie abgehangen, sahen im Trailer aber nach gut produzierter Ware aus. Serien laufen bei Vox montags, mittwochs und freitags. Die neulich gestartete Serie „Suits“ konnte die Erwartungen bisher nicht erfüllen, das gestand Senderchef Reichart ein.

Der Sender mit der roten Glaskugel im O mag gerade keinen Lauf haben, das vorgestellte Schema hatte aber Format. Die Positionierung ist mithin stimmig – Mainstream, gut produziert, mit Sinn für Selbstironie bei den Eigenproduktionen am Nachmittag. Aufwändigere eingekaufte („Die Bibel“) und selbst produzierte (Dokus über Mauerfall, Madonna und die Monroe) sind ebenfalls im Programm. Wird das reichen, das wichtige jüngere Publikum bei der Stange zu halten, das zuletzt dem Programm nicht so treu war wie noch Anfang 2013? Die Programmpräsentation in Berlin deutete darauf hin, dass das klappen kann.

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