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Analysten nach Springer-Bilanz: verstimmt, aber nicht verunsichert

Mathias Döpfner, CEO Axel Springer
Springer-CEO Mathias Döpfner Foto: dpa

Es hätte besser sein können, aber es war kein Drama: Das ist die Bilanz der Springer-Bilanz. Während das Zahlenwerk für das abgelaufene Quartal noch im Rahmen der Erwartungen lag, bezog sich die Enttäuschung der Analysten vor allem auf den Ausblick. An Ende kam Springer jedoch glimpflich davon – ein Analyst hob das Kursziel sogar an.

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Ein bisschen Wall Street-Feeling in Frankfurt: Nach dem Bilanz-Vorlage ist vor der Börsenklatsche. Den Klassiker erleben Aktionäre an der Börse immer wieder – „gut“ ist oft, sehr oft, nicht gut genug.  Mit Axel Springer und RTL erlebten gestern gleich zwei der größten deutschen Medienunternehmen die Realitäten der Kapitalmärkte – die Aktien gaben im Gleichklang um vier bzw. fünf Prozent nach.

Wichtig bei der Betrachtung jedoch: Sowohl RTL als auch Springer haben an der Börse im vergangenen Jahr einen wahren Traumlauf hinter sich. Die Bertelmann-Tochter hat ihren deutschen Aktionären, wenn sie denn beim Zweitlisting in Frankfurt im vergangenen Mai zugegriffen hätten, in der Spitze Kursgewinne von über 80 Prozent beschert, während für Springer-Aktionäre vom Tiefstpunkt im vergangenen Juni bis vor wenigen Tagen Kursgewinne von 65 Prozent drin gewesen wären.

NordLB hebt Kursziel an
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Die Rücksetzer von gestern erscheinen da wie Gewinnmitnahmen – zumal die Analystenzunft keinen Ablass zur Sorge signalisiert.  „Wenig inspirierend“ sei das jüngste Zahlenwerk, fand die Medienanalystin der Commerzbank, Sonia Rabussier, beließ das Kursziel aber bei 48 Euro, wo die Springer-Aktie aktuell wenige Cent entfernt notiert.

Branchenkollege Jochen Reichert von Warburg Research handelt unisono zu Rabussier: Keine Veränderung im Rating oder dem Kursziel (46 Euro). Auch die DZ Bank (Kursziel 51,20 Euro),  J.P.Morgan und Kepler Cheuvreux veränderten ihre Einschätzungen nicht.

Die NordLB konnte Springer Quartals- und Jahresbilanz sogar etwas Positives abgewinnen – Analyst Holger Fechner hob das Kursziel um immerhin fünf Euro auf 55 Euro nach oben an. Für einen Konzern, der von „soviel Veränderung wie nie“ berichtet, sind das keine schlechte Nachrichten.

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