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Zweiter Anlauf: Springer will Knepper in Aufsichtsrat holen

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Stehen zur Wahl: Lothar Lanz, Rudolf Knepper, Wolfgang Reitzle, Martin Varsavsky (v.l.)

Springer will seinen ehemaligen Logistik-Vorstand Rudolf Knepper im zweiten Anlauf in den Aufsichtsrat holen. Gleichzeitig soll Lothar Lanz vom Vorstand in das Gremium gewählt werden. Ebenfalls auf der Vorschlagsliste: Wolfgang Reitzle und Internet-Investor Martin Varsavsky.

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Die Neuberufung von Knepper geht auf eine Geschichte aus dem vergangenen Jahr zurück. Schon vor einem Jahr sollte der langjährige Springer-Manager in den Aufsichtsrat gewählt werden. Weil zwischenzeitlich aber bei einer Logistiktochter von Springer Unregelmäßigkeiten ruchbar wurden und sogar die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnahm, nahm Knepper von seiner Wahl Abstand. Mit den Scheingeschäften, die Mitarbeiter einer Logistik-Tochter von Springer fingiert hätten, hatte Knapper nichts zu tun.

Darum steht Kneppers Wahl in den Aufsichtsrat am 16. April wohl nichts im Wege. Ebenso dürften die anderen Kandidaten durchgehen: der bisherige Finanzvorstand Lothar Lanz, Linde-Chef Wolfgang Reitzle und – das ist eine kleine Überraschung – Martin Varsavsky. Der gebürtige Argentinier ist Seriengründer und baut seit 2006 FON auf. Das Unternehmen mit Sitz in Spanien will die Welt mit einem umfassenden WLAN vernetzen und das Internet überall zugänglich machen. Varsavsky gründete vor allem Telekommunikations-Unternehmen. Nicht nur zu Springer, sondern auch zu Burda unterhält der Unternehmer beste Kontakte. U.a. war er an der Burda-Tochter Sevenload beteiligt, die just verkündete, einen Käufer zu suchen.

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Ebenfalls im Aufsichtsrat und zur Wahl stehen: Der amtierende Vorsitzende Giuseppe Vita, Friede Springer, Oliver Heine, Nicola Leibinger-Kammüller und Wolf Lepenies. Es scheiden aus: Gerhard Cromme, Klaus Krone und Michael Otto.

Nachtrag: Warum er Springer-Aufsichtsrat wird, begründet Martin Varsavsky in seinem Blog folgendermaßen: „I am incredibly interested in the subject of how professional journalism can survive in the digital age. On how news will be consumed by millennials. On how to deliver valuable content to people over mobile formats. On how to help Axel Springer globalize.“

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