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Radio-MA: Analysen und Rankings für alle 16 Bundesländer

Arbeitsgemeinschaft Media Analyse
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Führungswechsel in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, große Verschiebungen in Berlin: Die ma Radio 2014 I bietet einige spannende Entwicklungen. MEEDIA zeigt sie alle und ordnet sie ein - mit dem traditionellen Blick in alle 16 Bundesländer.

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Wie immer haben wir für unsere Rundreise durch Radio-Deutschland nicht die Hörer pro Durchschnittsstunde, sondern die Tagesreichweiten ausgewertet. Der Vorteil: Hier liegen auch Zahlen für die werbefreien Sender vor. Beginnen wir im Norden:

In Schleswig-Holstein gab es einen spannenden Führungswechsel. So büßte der Privat-Gigant R.SH satte 67.000 Hörer pro Werktag ein – ein Minus von fast 10%. Profitiert hat davon NDR 2, das sich mit einem 7,2%-Plus hauchdünn an R.SH vorbei schob. Der Privatsender verlor damit nach Jahren seine Spitzenposition bei der Tagesreichweite. Deutliche Zugewinne gibt es auch für Radio Hamburg, das auf Platz 5 mehr als 10% hinzu gewann, sowie N-Joy mit einem Plus von über 8%.

Während Radio Hamburg in Schleswig-Holstein also 24.000 Hörer gewann, gingen in der Heimat Hamburg 27.000 verloren. Die klare Nummer 1 bleibt der Sender trotzdem, denn auch NDR 2 verlor hier deutlich. Größter Gewinner in der Top 5 ist wiederum N-Joy mit einem Plus von über 10%. Abseits der Top 5 legten noch die beiden NDR-1-Varianten Welle Nord und NDR 1 Neidersachsen kräftig zu: NDR 1 Welle Nord gewann in Hamburg 89,7% und liegt nun bei 55.000 Hörern pro Werktag, NDR 1 Niederschaen steigerte sich sogar um 125% auf 45.000.

Wie in Schleswig-Holstein gibt es auch in Niedersachsen eine neue Nummer 1. Hier gab es allerdings einen NDR-internen Wechsel, denn NDR 1 Niedersachsen überholte NDR 2. Das geschah vor allem aufgrund des rasanten Zuwachses von NDR 1: 218.000 zusätzliche Hörer pro Werktag begrüßte der Sender – ein Plus von 14,9%. Stärkster Privatsender bleibt ffn, Antenne Niedersachsen ist der einzige Verlierer innerhalb der Top 5. Außerhalb dieser Liste ging es noch für Radio 21 deutlich nach oben: um 15,1% auf 274.000 Hörer.

Im kleinen Bremen baut Bremen Vier seinen Vorsprung an der Spitze aus: Im Gegensatz zu Bremen Eins gewann der Sender Hörer. Dahinter holt NDR 1 Niedersachsen kräftig auf, verbesserte sich um 22,6% und überholte dadurch Energy Bremen. 20,0% hinzu gewonnen hat zudem radio ffn, das damit NDR 2 aus der Bremer Top 5 schmiss.

Radio-MA 2014 I: Die Top-Sender in den Bundesländern*
Platz Sender 2014 I vs. 2013 II
Schleswig-Holstein
1 NDR 2 634.000 42.000 7,1%
2 R.SH Radio Schleswig-Holstein 632.000 -67.000 -9,6%
3 NDR 1 Welle Nord 544.000 2.000 0,4%
4 N-Joy 347.000 26.000 8,1%
5 Radio Hamburg 255.000 24.000 10,4%
Hamburg
1 Radio Hamburg 347.000 -27.000 -7,2%
2 NDR 2 268.000 -18.000 -6,3%
3 NDR 90,3 248.000 8.000 3,3%
4 NDR Info 121.000 -8.000 -6,2%
5 N-Joy 114.000 11.000 10,7%
Niedersachsen
1 NDR 1 Niedersachsen 1.682.000 218.000 14,9%
2 NDR 2 1.657.000 41.000 2,5%
3 radio ffn 1.509.000 60.000 4,1%
4 Antenne Niedersachsen 909.000 -36.000 -3,8%
5 N-Joy 596.000 0 0,0%
Bremen
1 Bremen Vier 136.000 2.000 1,5%
2 Bremen Eins 114.000 -15.000 -11,6%
3 NDR 1 Niedersachsen 76.000 14.000 22,6%
4 Energy Bremen 71.000 -13.000 -15,5%
5 radio ffn 54.000 9.000 20,0%
*Tagesreichweiten (Mo.-Fr.)
Daten-Quelle: ma 2014 Radio I                                         Tabelle: MEEDIA

Im bevölkerungsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen führt wenig überraschend weiterhin die Lokalsenderkette radio NRW. Mit 5,07 Mio. Hörern pro Werktag verlor sie zwar leicht, doch der Abstand auf 1Live beträgt immer noch fast 1,3 Mio. Hörer. Der WDR kann dennoch überaus zufrieden sein, denn alle vier Top-5-Sender der Anstalt gewannen deutlich hinzu. Vor allem WDR 2, das sich um 216.000 steigerte, 1Live aber nicht verdrängen konnte. Abseits der Top 5 verbesserte sich noch NDR 1 Niedersachsen um satte 33,3% auf 252.000 Hörer.

Verschiebungen in der Top 5 gibt es auch in Hessen keine: Hit Radio FFH und hr3 steigerten ihre Reichweiten jeweils, hr4 und hr1 auf den Rängen 3 und 4 verloren hingegen. Auf Platz 5 pirscht sich hingegen planet radio an hr1 heran. Abseits der Top 5 finden sich noch zwei große Gewinner: hr-info verbesserte sich um 33,9% auf 237.000 Hörer, Antenne Bayern verzeichnet einen Zuwachs von 40,0% auf 140.000 hessische Hörer.

Auch in Rheinland-Pfalz bleibt auf den ersten fünf Plätzen alles beim Alten. Marktführer SWR3 ist dabei der einzige Verlierer, büßte 34.000 Hörer ein. Der Vorsprung auf RPR1. ist dennoch groß genug. Um jeweils mehr als 12% verbesserten sich SWR1 RP und bigFM Hot Music Radio. Hier könnte es in den kommenden ma-Ausgaben spannend in Kampf um Platz 3 werden. Abseits der Top 5 verlor die CityKombi Rheinland-Pfalz deutliche 15,6% auf 189.000 Hörer, das Rockland Radio steigerte sich hingegen um 27,0% auf 141.000.

In Baden-Württemberg führt seit jeher SWR3 – so auch diesmal. Minimale Verluste änderten nichts daran, dass der Vorsprung auf die weiteren SWR-Kanäle SWR4 und SWR1 deutlich bleibt. Verluste gab es bei den Privaten Antenne 1 und Radio Regenbogen, abseits der Top 5 auch für bigFM Der neue Beat (-12,5% auf 686.000 Hörer).

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Radio-MA 2014 I: Die Top-Sender in den Bundesländern*
Platz Sender 2014 I vs. 2013 II
Nordrhein-Westfalen
1 radio NRW 5.070.000 -76.000 -1,5%
2 1Live 3.773.000 159.000 4,4%
3 WDR 2 3.565.000 216.000 6,4%
4 WDR 4 2.277.000 132.000 6,2%
5 WDR 5 703.000 73.000 11,6%
Hessen
1 Hit Radio FFH 1.582.000 55.000 3,6%
2 hr3 1.142.000 95.000 9,1%
3 hr4 691.000 -56.000 -7,5%
4 hr1 506.000 -33.000 -6,1%
5 planet radio 460.000 9.000 2,0%
Rheinland-Pfalz
1 SWR3 868.000 -34.000 -3,8%
2 RPR1. 681.000 21.000 3,2%
3 SWR4 RP 548.000 46.000 9,2%
4 SWR1 RP 530.000 59.000 12,5%
5 bigFM Hot Music Radio 506.000 57.000 12,7%
Baden-Württemberg
1 SWR3 2.396.000 -7.000 -0,3%
2 SWR4 BW 1.571.000 60.000 4,0%
3 SWR1 BW 1.272.000 36.000 2,9%
4 Antenne 1 782.000 -97.000 -11,0%
5 Radio Regenbogen 778.000 -65.000 -7,7%
*Tagesreichweiten (Mo.-Fr.)
Daten-Quelle: ma 2014 Radio I                                         Tabelle: MEEDIA

In Bayern bleibt auf den ersten fünf Plätzen alles beim Alten. Antenne Bayern führt vor dem Bayern-Funkpaket, baute seinen Vorsprung weiter aus. Dahinter folgen Bayern 1 und Bayern 3, dem größten Verlierer unter allen Sendern Deutschlands. Große Gewinner gibt es vor allem abseits der Top 5: Energy München verbesserte sich um 11,4% auf 235.000 Hörer, Rock Antenne steigerte sich um 18,5% auf 224.000 und Gong 96,3 um 13,2% auf 223.000.

Im Saarland dominiert weiter Radio Salü, das um weitere 40.000 Hörer auf 307.000 wuchs und damit einen Vorsprung von mehr als 100.000 auf die Nummer 2 SR 3 hat. Die Saarlandwelle überholte dank der etwas geringeren Verluste die Europawelle SR 1. Deutliche Gewinne verzeichnete knapp unterhalb der Top 5 bigFM Saarland, das sich um 27,3% auf 56.000 steigerte.

Im meist-umkämpften Radiomarkt der Republik, dem in Berlin, gab es ab Platz 2 große Verschiebungen. So steigerte sich radioBerlin 88,8 um 12.00 Hörer und sprang damit von Platz 5 auf 2. radioeins rutschte dafür von 2 auf 3. Größter Verlierer ist aber der Berliner Rundfunk 91.4, der in der vorigen ma noch die Nummer 3 in Berlin war, nun aber mit einem Minus von 19,4% auf 228.000 Hörer und Platz 7 abstürzte. Deutliche Gewinne verzeichneten dahinter hingegen Jam FM (+11,6% auf 183.000) und Fritz (+28,4% auf 149.000). Die klare Nummer 1 bleibt trotz deutlicher Verluste 104.6 RTL.

In Brandenburg hat sich BB Radio mit einem satten Plus von 60.000 Hörern sehr nah an die Nummer 1 Antenne Brandenburg heran gekämpft. Mit 514.000 zu 508.000 Hörern ist der Abstand nur noch sehr klein. Die anderen drei Sender der Top 5 verloren Höter, vor allem Fritz, das in Berlin so stark gewann. Neu in der Top 5 ist trotz des Rückgangs 94,3 rs2, raus gefallen ist auch hier der Berliner Rundfunk 91.4. Zwei große Gewinner gibt es noch abseits der Top 5: radioeins mit einem Plus von 29,9% auf 139.000 Hörer und Energy Berlin mit einem Zuwachs von 17,5% auf 114.000.

Radio-MA 2014 I: Die Top-Sender in den Bundesländern*
Platz Sender 2014 I vs. 2013 II
Bayern
1 Antenne Bayern 3.632.000 93.000 2,6%
2 Bayern-Funkpaket 2.797.000 -40.000 -1,4%
3 Bayern 1 2.621.000 78.000 3,1%
4 Bayern 3 2.386.000 -129.000 -5,1%
5 B5 aktuell 690.000 30.000 4,5%
Saarland
1 Radio Salü 307.000 40.000 15,0%
2 SR 3 Saarlandwelle 194.000 -7.000 -3,5%
3 SR 1 Europawelle 191.000 -13.000 -6,4%
4 Das Ding / 103.7 Unser Ding 83.000 4.000 5,1%
5 SWR3 63.000 -4.000 -6,0%
Berlin
1 104.6 RTL 450.000 -42.000 -8,5%
2 radioBerlin 88,8 280.000 12.000 4,5%
3 radioeins 268.000 -17.000 -6,0%
4 98.8 Kiss FM 252.000 -29.000 -10,3%
5 105’5 Spreeradio 246.000 7.000 2,9%
Brandenburg
1 Antenne Brandenburg 514.000 39.000 8,2%
2 BB Radio 508.000 60.000 13,4%
3 104.6 RTL 245.000 -16.000 -6,1%
4 94,3 rs2 151.000 -1.000 -0,7%
5 Fritz 151.000 -19.000 -11,2%
*Tagesreichweiten (Mo.-Fr.)
Daten-Quelle: ma 2014 Radio I                                         Tabelle: MEEDIA

In Mecklenburg-Vorpommern sieht es diesmal etwas spannender aus als zuletzt: NDR 1 Radio MV verbesserte sich um 20.000 Hörer, die Nummer 1 Ostseewelle Hit-Radio MV büßte 37.000 ein, bleibt aber noch vorn. Dahinter gewann auch Antenne MV ein bisschen, NDR 2 und N-Joy verloren leicht. Hinter Platz 5 kommt dann lange nichts, dann aber das delta radio, das 40,0% hinzu gewann und in Mecklenburg-Vorpommern nun bei 28.000 Hörern liegt.

Keine Chance auf den ersten Platz hat in Sachsen die Konkurrenz von mdr 1 Radio Sachsen. Mit 1,286 Mio. Hörern pro Werktag verfügt der Sender über mehr als doppelt so viele Hörer wie Radio PSR und mdr Jump auf den Rängen 2 und 3. Sie tauschten im Übrigen die Plätze, da mdr Jump deutliche 9,0% der Hörer verlor. Aufwärts ging es hingegen für das Sachsen-Funkpaket und R.SA.

Im Gleichschritt gewachsen sind die beiden Top-Sender in Sachsen-Anhalt: radio SAW begrüßte 25.000 neue Hörer, Radio Brocken 22.000. Der große Gewinner ist aber die Nummer 3, mdr Sachsen-Anhalt, die sich um 74.000 bzw. 19,5% steigerte. Heftige 22,4% verloren hat hingegen 89.0 RTL, das dadurch auch hinter mdr Jump auf Platz 5 zurück fiel.

Auch in Thüringen büßte 89.0 RTL viele Hörer ein, verlor 19,9%, verharrt aber auf Platz 5. Verluste gab es auch bei mdr Thüringen, steigern konnten sich hingegen die Nummer 1 Antenne Thrüingen, sowie mdr Jump und die LandesWelle Thüringen auf den Rängen 3 und 4.

Radio-MA 2014 I: Die Top-Sender in den Bundesländern*
Platz Sender 2014 I vs. 2013 II
Mecklenburg-Vorpommern
1 Ostseewelle Hit-Radio MV 515.000 -37.000 -6,7%
2 NDR 1 Radio MV 473.000 20.000 4,4%
3 Antenne MV 358.000 11.000 3,2%
4 NDR 2 175.000 -3.000 -1,7%
5 N-Joy 125.000 -1.000 -0,8%
Sachsen
1 mdr 1 Radio Sachsen 1.286.000 11.000 0,9%
2 Radio PSR 610.000 -22.000 -3,5%
3 mdr Jump 596.000 -59.000 -9,0%
4 Sachsen-Funkpaket 508.000 27.000 5,6%
5 R.SA 465.000 29.000 6,7%
Sachsen-Anhalt
1 radio SAW 735.000 25.000 3,5%
2 Radio Brocken 514.000 22.000 4,5%
3 mdr Sachsen-Anhalt 454.000 74.000 19,5%
4 mdr Jump 212.000 -8.000 -3,6%
5 89.0 RTL 190.000 -55.000 -22,4%
Thüringen
1 Antenne Thüringen 566.000 16.000 2,9%
2 mdr Thüringen 462.000 -48.000 -9,4%
3 mdr Jump 390.000 19.000 5,1%
4 LandesWelle Thüringen 346.000 13.000 3,9%
5 89.0 RTL 113.000 -28.000 -19,9%
*Tagesreichweiten (Mo.-Fr.)
Daten-Quelle: ma 2014 Radio I                                         Tabelle: MEEDIA
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