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Apple benennt aktionärsfreundlichen Finanzchef Luca Maestri

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Die Stahlkraft schwindet: was wird das nächste große Ding aus Cupertino? (c) Apple

Stabübergabe in Apples Führungsetage: Der wertvollste Konzern der Welt verkündete gestern das Ausscheiden seines langjährigen Finanzchefs Peter Oppenheimer. Dem 51-jährigen Apple-Veteranen folgt Luca Maestri, bislang Chefkontrolleur des iPhone-Herstellers, nach. Für Anleger könnte das eine gute Nachricht sein: Der frühere CFO von Xerox gilt nämlich als aktionärsfreundlich. 


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Die Meldung hatte das Potenzial, Apples Aktienkurs kräftig zu bewegen: Finanzchef Peter Oppenheimer scheidet Ende September beim iPhone-Hersteller nach 18 Dienstjahren aus. Unter dem 51-Jährigen explodierten Apples Umsätze von 8 auf 171 Milliarden Dollar, während die Barmittel auf enorme 160 Milliarden Dollar anwuchsen. Seit eineinhalb Jahren gibt der wertvollste Konzern der Welt unter CFO Oppenheimer sein Kapital wieder an Aktionäre zurück – und zwar im größtmöglichen Stil mit einem Rückführungsprogramm über 100 Milliarden Dollar.

Wie also würde es an der Wall Street ankommen, wenn der Verwalter des größten Geldberges eines Konzerns in naher Zukunft ausscheidet? In einem Wort: als Nicht-Event. In einem anziehenden Markumfeld legte die Apple-Aktie ein halbes Prozent zu – weniger als der Index, aber auch kein Drama.

Maestri-Beförderng deutet auf Kontinuität hin

Das lag in erster Linie an der reibungslosen Stabübergabe an Nachfolger Luca Maestri, der bereits seit einem Jahr als oberster Controller fungiert. Der 50-jährige Italiener, der sich zuvor als Finanzchef der Drucker-Pioniers Xerox verdient machte, genießt an  der Wall Street offenkundig einen exzellenten Ruf. „Wir kennen Maestri sehr gut und glauben, dass er die bestehenden Pläne für das Aktienrückkauf-Programm unterstützt“, erklärte etwa Barclays Analyst Ben Reitzes.

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Tatsächlich hielten sich die Gerüchte, der Römer Maestri könnte dem amtsmüden Oppenheimer beerben, der schon vor der Rückkehr Steve Jobs’ – nämlich seit 1996 – bei Apple tätig war, schon seit längerem. Maestri war zuletzt bei der Quartalsverkündung Ende Januar in der Telefonkonferenz anwesend – ein klares Indiz für die Vorbereitung auf die neue Rolle.

Nächste Verpflichtung eines internationalen Top-Managers

Was können Aktionäre nun vom Rang her zweitwichtigsten Mann Apples erwarten? Maestri kann auf eine Karriere mit Top-Referenzen zurückblicken: Nach 20 Jahren bei Generals Motors in Europa folgten CFO-Positionen bei Nokia Siemens (2008 bis 2011) und eben Xerox. Cook setzt damit seine Strategie fort, Spitzenpositionen in Cupertino auch an branchenfremde Top-Manager (Angela Ahrendts und Paul Deneve von Burberry und Yves Saint Laurent) zu vergeben. 

„Apples Verpflichtung von Maestri geht mit dem Anspruch einher, sich international breiter aufzustellen“, glaubt etwa Marketing Professor Brett Robinson von der Universität Notre Dame.  Auch Aktionäre könnten an dem 50-jährigen ihre Freude haben, mutmaßt Ben Reitzes: „Er ist ein Meister der Rendite“, verteilt der Analyst Vorschusslorbeeren. Zu einem Jubel-Tweet von Carl Icahn reichte es dennoch nicht …

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