Anzeige

Russia Today-Moderatorin Martin kritisiert Russland

Moderatorin Abby Martin in ihrer Sendung „Breaking the Set“
Moderatorin Abby Martin in ihrer Sendung "Breaking the Set"

Ihren Senderchefs und Wladimir Putin dürfte das nicht gefallen haben. Im englischsprachigen News-Sender Russia Today bezog Nachrichtensprecherin Abby Martin klar Stellung zur Krim-Krise – und das mit einer Russland-kritischen Position. Die Aktion könnte sie den Job kosten, aber auch weltweit bekannt machen.

Anzeige
Anzeige

Am Ende ihrer Sendung vom 3. März musste sie noch etwas sagen, dass ihr besonders „auf dem Herzen liegt“, begann sie. „Nur weil ich hier bei RT arbeite, bedeutet das nicht, dass ich keine journalistische Unabhängigkeit hätte“. Höchst engagiert macht sie in wenigen Sekunden den Zuschauern klar, wie sehr sie gegen eine Intervention ist, die gegen Belange einer unabhängigen Nation ist. „Was Russland getan hat, ist falsch“. So viel Rückrat muss man erst einmal haben.

Anzeige

Der Fall dürfte ein spannender Test werden, wie unabhängig Russia Today tatsächlich ist. Der vom russischen Staat finanzierte Sender sendet auf englisch, arabisch, spanisch und russisch. Ziel der TV-Station ist es, die russische Sichtweise auf das internationale Geschehen darzustellen. So sollen offenbar Vorurteile abgebaut werden. Im gewissen Sinne bestätigt Martin mit ihrer Wut-Rede genau diese Vorurteile von einem machtbewussten Staat, dem das Völkerrecht nicht wirklich wichtig zu sein scheint.

Bei RT America präsentiert Martin die Sendung „Breaking the Set“. Dort hat sie sich schon immer sehr kritisch mit den Medien auseinander gesetzt. Ihr Thema ist immer wieder die Frage der Dominanz westlicher Medien. Welche Rolle die Massenmedien in der Ukraine und bei der Darstellung der einzelnen Parteien und ihrer Interessen einnehmen, ist allerdings ein Thema über das man sich auch gerne einmal kritisch auseinander setzten sollte.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*