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„Dann verkaufen Sie halt die Aktie …“ – Apple-Boss verliert die Fassung

Apple-CEO Tim Cook
Apple-CEO Tim Cook Muss an der Wall Street kämpfen

Und er bewegt sich doch: Tim Cook hat nach Jahren mit vorgefertigten PR-Phrasen auf der jüngsten Aktionärsversammlung bewiesen, dass der Apple-CEO doch noch so richtig aus der Haut fahren kann. Auf die Anmerkungen von Aktionärsaktivisten, Apple solle sich statt auf Umweltprogramme auf die Profitmaximierung konzentrieren, entfuhr es Tim Cook, er habe nicht nur „die verdammte Kapitalmarktrendite“ im Auge. Wer etwa anderes erwarte, solle halt die Aktie verkaufen.

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Eruption beim Apple-CEO: Tim Cook, dem gerne nachgesagt wird, auf Presse- und Investorenkonferenzen mit weichgespülten Phrasen um sich zu werfen, kann auch authentisch sein. Auf der Hauptversammlung am Freitag platzte dem Chef des wertvollsten Konzerns der Welt der Kragen.

Die Interessenvereinigung The National Center for Public Policy Research hatte einen Antrag zur Abstimmung eingebracht, nachdem Apple künftig Informationen zum nachhaltigen Umgang mit Öko-Energie offen legen sollte. Hintergrund: Die Aktionärsaktivisten unterstellten Apple, das nachhaltige Engagement sei eine Folge der engen Verbindung zum früheren US-Vizepräsidenten Al Gore, der im Aufsichtsrat sitzt – ob sich das Engagement allerdings auszahle, sei eine andere Frage.

„….dann sollten Sie die Aktie verkaufen

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Deswegen solle sich Apple verpflichten, nur noch Investments zu tätigen, die sich unmittelbar auszahlten, forderte The National Center for Public Policy Research. Tim Cook brachte das Ansinnen zu einem selten erlebten Wutausbruch: „Wenn wir daran arbeiten, dass wir unsere Geräte auch Blinden zugänglich machen, denken wir nicht an die verdammte Kapitalmarktrendite“, entfuhr es Cook, der nach Schilderung des Blogs Mac Observer in eine aggressive Körpersprache wechselte. 

„Wenn Sie wollen, dass ich Entscheidungen lediglich nach der Kapitalmarktrendite ausrichte, dann sollten Sie die Aktie verkaufen“, knöpfte sich Cook den Aktionärsvertreter vor. So hat man den 53-jährigen Apple-CEO öffentlich noch nie erlebt.

Ein neue Apple-Buch „Haunted Empire, Apple After Steve Jobs„, das von der Wall Street Journal-Reporterin Yukari Iwatani Kane verfasst wurde, zeichnet dagegen ein Bild, wie man es bereits in der Vergangenheit kannte: Cook ist die disziplinierte Arbeitsmaschine mit „unmenschlicher Energie“. Und offenbar manchmal eben doch sehr menschlichen Zügen…

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