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Wie WhatsApp zum Milliarden-Geschäft werden könnte

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Die Groß-Übernahme Facebooks ist eine Woche alt, doch eine Frage bleibt weiter unbeantwortet: Welches geschäftliche Potenzial besitzt WhatsApp eigentlich? Die US-Investmentbank Sterne Agee hat nachgerechnet und kommt auf eine enorme Gewinnmarge und doch recht überschaubare Umsätze.

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Mark Zuckerberg ist naturgemäß der größte Fan von WhatsApp. Mehr als  die 19 Milliarden Dollar, die das Social Network für den Kommunikationsdienst bezahlt habe, sei WhatApp am Ende des Tages wert – als einzelnes Unternehmen, vor allem aber in die Facebook-Welt integriert. „Wenn wir einen guten Job mit WhatsApp machen und Wachstum generieren, wird es ein großes Geschäft werden“, gab sich der Facebook-Chef diese Woche auf dem Mobile World Congress in Barcelona optimistisch.

Wie groß das Geschäft denn nun tatsächlich ausfallen könnte, hat die US-Investmenbank Sterne Agee in einer neuen Studie, die dem Business Insider vorliegt, erörtert. Dabei rechnen die Analysten Arvind Bhatia und Brett Strause langfristig mit sehr üppigen Variablen: 2 Milliarden Nutzer könnten in zehn Jahren erreicht werden, die dann je 3 Dollar ausgeben würden (Sterne Agee rechnet mit einer Mischkalkulation aus einem kostenlosen und kostenpflichtigen Angebot.)

Knapp 5 Milliarden Umsatz und knapp 4 Milliarden Gewinn in 2023 erwartet

Summa summarum kommen Bhatia und Strause per Ende 2023 auf Erlöse in Höhe von 4,9 Milliarden Dollar, von denen dank der traumhaften Gewinnmarge von 80 Prozent 3,9 Milliarden Dollar netto hängenbleiben würden. In zehn Jahren wäre WhatsApp zum heutigem Kaufpreis von 19 Milliarden Dollar mit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von weniger als 5 ein absolutes Schnäppchen. 

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Doch wer will schon zehn Jahren warten? In laufenden Jahr erscheint WhatsApp nach klassischen Bewertungskriterien weiter extrem teuer: Bei Umsätzen von 144 Millionen Dollar käme WhatsApp auf einen erwarteten Gewinn von 72 Millionen Dollar – das KGV beliefe sich demnach auf einem Mondwert von 2500.

Bereits eine Milliarde Gewinn 2017 erwartet

Doch die Monetarisierung dürfte nach Sterne Agee-Angaben schnell voranschreiten:  2015 dürften schon 223 Millionen, 2016 schon 548 Millionen und 2017 bereits 945 Millionen Dollar hängen bleiben – was auf Basis des Kaufpreises einem KGV von 20 entspräche und damit für einen Wachstumswert nach heutigen Bewertungskriterien günstig wäre. 

Keine Frage: Das sind Rechnungen mit vielen Konjunktiven – doch wenn sie aufgeht, steht Mark Zuckerberg vielleicht erneut als großer Dealmaker da wie bei Instagram. Für die Facebook-Aktie selbst sieht Sterne Agee mit 80 Dollar eher begrenztes Potenzial – das Social Network, das aktuell bei knapp 70 Dollar notiert, wäre damit schon 200 Millionen Dollar wert.

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