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„Markus Lanz“ ist billigste Sendung im Talkshow-Vergleich

Günther Jauch moderiert die teuerste und Markus Lanz die günstigste Talk-Show
Günther Jauch moderiert die teuerste und Markus Lanz die günstigste Talk-Show

Qualität ist nicht immer eine Frage des Preises. Dasselbe gilt – zumindest teilweise – für die Einschaltquote. Im 19. Bericht der Finanzkommission KEF versteckten sich die Minutenpreise für die wichtigsten Talkshows der öffentlich-rechtlichen Sender. Demnach kostet eine Minute "Günther Jauch" mit 4.634 Euro 2,5 mal so viel wie 60 Sekunden von "Maybrit Illner".

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Weiter verrät die KEF, dass für „Hart aber fair“ 2.796 Euro fällig werden. „Anne Will“ kostet 2.419 Euro, „Beckmann“ 2.293 Euro. ARD-intern dürfte „Maischberger“ da fast schon als Talk-Schnäppchen gelten. Für die Runde mit Sandra Maischberger werden lediglich 1.424 Euro pro Minute veranschlagt.

Auch die ZDF-Zahlen verrät der Bericht. Demnach kostet die Minute bei „Maybrit Illner“ 1.753 Euro. Markus Lanz gibt es sogar schon für 1.230 Euro.

Interessant wird es, wenn man die Zahlen in einen Zusammenhang mit den Einschaltquoten setzt. Hier zeigt sich, dass die teuersten Programme, also Jauch und „Hart aber fair“ auch die meisten Zuschauer ziehen. Dann würde allerdings Maybrit Illner mit ihrer Gesprächsrunde im ZDF folgen. Auf den weiteren Plätzen liegen „Maischberger“, „Anne Will“, „Markus Lanz“ und „Beckmann“.

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Die Gage für die Star-Talker macht dabei allerdings nur einen Teil der Kosten aus. Tatsächlich wird vor allem „Günther Jauch“ auch höchst aufwändig im Gasometer in Berlin produziert. Auch „Hart aber fair“ fällt in die Kategorie größere Produktion. Die Minuten-Preise für Lanz sind auch deshalb niedriger, weil die Show oftmals sehr effizient gedreht wird. So zeichnet der „Wetten, dass..?“-Moderator auch einmal mehrere Sendungen an einem Tag auf. Vor allem bei den aktuellen Talkformaten ist dies ein undenkbares Vorgehen.

Der Bericht der Finanzkommission empfiehlt vor allem eine leichte Senkung der Rundfunkgebühren. Werden sie tatsächlich umgesetzt, bedeutet dies allerdings nicht, dass auch die Talkshows sparen müssen.

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