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Landgericht Hannover spricht Christian Wulff frei

dpa

Christian Wulff hat es geschafft. Das Landgericht Hannover hat den früheren Bundespräsidenten rehabilitiert. Oder genauer: Christian Wulff wurde im Skandal um Gratisurlaube und angebliche Korruption vom Vorwurf der Vorteilsannahme freigesprochen. Damit endet auch eine der interessantesten Mediengeschichte der vergangenen Jahre.

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Der 54-Jährige stand zusammen mit Filmproduzent David Groenewold vor Gericht. Dabei ging es um einen Oktoberfestbesuch in München im Jahr 2008. Groenewold hatte Hotel- und Bewirtungskosten von rund 720 Euro für den damaligen Ministerpräsidenten übernommen. Im Gegenzug soll Wulff einige Monate später dann beim Siemens-Chef Peter Löscher um Unterstützung für einen Film von Groenewold geworben haben. Daraus resultierte der Vorwurf der Vorteilsgewährung.

Auch sein Rücktritt als Bundespräsident vor fast genau zwei Jahren steht im direkten Zusammenhang mit diesem Prozess. Weil die Staatsanwaltschaft anfing zu ermitteln, sah sich Wulff gezwungen zurückzutreten. In den Wochen zuvor sah er sich höchsten Druck von Seiten der Presse ausgesetzt. Dabei ging es um die Finanzierung seines Haues in Großburgwedel bei Hannover, wie auch um mehrere ihm unterstellte Vorteilsnahmen. Auslöser hierfür war ein Bericht in der Bild. Um diesen zu verhindern, hatte der Politiker seine längst legendäre Nachricht auf der Mailbox von Bild-Chef Kai Diekmann hinterlassen.

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Ob der Fall nun endgültig beendet wird, ist noch unklar. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft wurden die Vorwürfe noch nicht eindeutig widerlegt. Sie könnte nun noch immer versuchen gegen das Urteil Revision beim Bundesgerichtshof einzulegen.

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