Anzeige

Newsroom: Kartellamt misstraut Unabhängigkeit von Klambt

Thomas-Ziegler.jpg

Das Bundeskartellamt hat die Funke-Mediengruppe aufgefordert, einen Teil ihrer Programmzeitschriften zu verkaufen, wenn sie ihrerseits die Springer-Zeitschriften übernehmen will. Als Käufer hat Funke die Mediengruppe Klambt gefunden. Eine Beurteilung des Kartellamtes, die Newsroom.de vorliegt, weckt Zweifel an Klambts Unabhängigkeit.

Anzeige
Anzeige

Es bestünden „erhebliche Zweifel sowohl an der Geeignetheit des konkreten Erwerbers, als auch an der Bereitschaft von FMG (Funke Mediengruppe), mit der Veräußerung der eigenen Titel einen von FMG unabhängig agierenden Wettbewerber zu schaffen“, zitiert Newsroom.de aus der 116-seitigen Beurteilung.

So solle der Kauf der Zeitschriften, die Funke an Klambt abstoßen will, „zu weit über 75 Prozent aus einem von der FMG gewährten Verkäuferdarlehen oder einem Darlehen oder einer Bürgschaft von Axel Springer bestehen“. Zum Klambt-Paket gehören laut Newsroom.de u.a. Funk Uhr, TV neu (beide Springer), die zwei und TV 4×7 (beide Funke). Die Tilgung sollte nach Vorstellung der Partner über eine Gewinnabführung erfolgen. Funke bekäme erhebliche Informationsrechte, d.h. Einblicke in die zu gründende Tochtergesellschaft.

Anzeige

Ist Klambt also nur ein Strohmann, eine Art Dauerparkplatz für die Programmies, die Funke wegen der Bedenken der Wettbewerbshüter nicht behalten darf?

Essen sei „in Gefahr“, befindet Newsroom.de, wenn Springer auf dem Kauf des kompletten Pakets bestehe. Das könnten sie, denn das Risiko der Übernahme trägt Funke.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*