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ADAC-Titel drückt stern am Kiosk auf Alltime-Minusrekord

stern-Chefredakteur Dominik Wichmann und seine Ausgabe 5/2014 – „ADAC – Der Pannen-Dienst“
stern-Chefredakteur Dominik Wichmann und seine Ausgabe 5/2014 - "ADAC - Der Pannen-Dienst"

Waren die Skandale beim ADAC ein reines Medienthema, dass die Leute nicht interessiert hat, so lang die gelben Engel bei einer Panne trotzdem kommen? Es scheint beinahe so, denn der stern, der den ADAC als "Pannen-Dienst" groß auf den Titel hob, fiel damit am Kiosk durch, rasselte sogar auf einen neuen Einzelverkaufs-Minusrekord.

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Nur 191.355 Menschen griffen am Kiosk, im Supermarkt und anderen Presse-Verkaufsstellen zum stern 5/2014. Nie zuvor seit dem Start der IVW-Heftauflagenmessung vor fast 20 Jahren lief eine Ausgabe so schwach. Der bisherige Tiefstwert aus dem Herbst 2013 wurde noch einmal um ca. 3.000 Exemplare unterboten. Die Titelgeschichte „ADAC – Der Pannen-Dienst – Peinliche Tricks, seltsame Geschäfte, arrogante Bosse: Kann man dem ADAC noch trauen?“ interessierte offenbar also nur sehr wenige potenzielle stern-Käufer. Auch die Normalwerte der vergangenen 12 Monate (240.500), bzw. drei Monate (215.500) wurden von dem ADAC-Titel klar verfehlt. Wahrscheinlich ist es tatsächlich so: So lang die gelben Engel zuverlässig kommen, wenn man eine Panne hat, interessieren Mogeleien in irgendwelchen Auto-Wahlen kaum jemanden.

Auch Spiegel und Focus waren in der aktuellen Cover-Check-Woche nicht allzu erfolgreich, sie blieben jeweils mit Gesundheits-Themen unter dem Soll. So kam Der Spiegel mit seiner Ausgabe 4/2014 nicht über einen Einzelverkaufs-Wert von 234.735 hinaus – fast 30.000 weniger als eine Woche zuvor, 21.000 weniger als im 3-Monats-Durchschnitt und fast 40.000 weniger als im 12-Monats-Durchschnitt. Im Gesamtverkauf kam das Nachrichtenmagazin auf 822.866 Exemplare. Titelthema war „Kopfschmerz – Die unterschätzte Volkskrankheit“. Der potenzielle Spiegel-Käufer leidet offenbar nicht daran.

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Der Focus kam mit „Medizin-Revolution: Alzheimer, Krebs, Herzinfarkt, Diabetes – Wie Ärzte mit neuer Technik die schlimmsten Krankheiten besiegen können“ auf 78.669 Einzelverkäufe, lag damit noch am nächsten an seinen Normalwerten. So liegt der 12-Monats-Durchschnitt des Magazins derzeit bei 84.500, der 3-Monats-Durchschnitt bei 82.000. Im Gesamtverkauf kamen die Münchner auf 492.599 Exemplare.

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