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Schnäppchenportal Groupon verbrennt weiter Geld

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Alle Internetaktien fliegen hoch, aber was macht eigentlich ein einst hochgewetteter Überflieger? Groupon, vor zweieinhalb Jahren mit viel Vorschusslorbeeren an die Börse gekommen, ist an der Wall Street nie wirklich angekommen. Vor ziemlich genau einem Jahr wurde CEO Andrew Mason gefeuert. Doch auch unter Nachfolger Eric Lefkofsky will die Trendwende nicht gelingen – das Schnäppchenportal verliert weiter Millionen, wie die jüngste Quartalsbilanz beweist.

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Man kann es das goldene Zeitalter für aufstrebende Internet-Unternehmen nennen. WhatsApp? Mal eben so für 19 Milliarden aufgekauft, ohne eine tragfähiges Geschäftsmodell nachgewiesen zu haben. Twitter? War in der Spitze vor wenigen Wochen schon mal 40 Milliarden Dollar wert, jetzt sind es immer noch 31 Milliarden. LinkedIn? Auch bei Kursen unter 200 Dollar immer noch 23 Milliarden Dollar schwer.

Wie hat sich da einer der Internet-Pioniere der jüngsten IPO-Welle entwickelt, der noch vor Facebook an der Wall Street debütierte? Nicht besonders, wie sich schon wenige Tage nach dem IPO Ende 2011 abzuzeichnen schien: Für einen Moment schoss die Groupon-Aktie von 20 auf 32 Dollar und touchierte zu diesem Zeitpunkt die 20-Milliarden-Dollarmarke. Besser sollte es nie wieder werden.

Aktie stürzt nach Quartalszahlen ab
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Im Gegenteil. Rund ein Jahr später wechselte das Schnäppchenportal für nur noch 3 Dollar den Besitzer – 90 Prozent hatten Aktionäre vom Gipfel verloren. Es folgte die Entlassung des Gründers Andrew Mason, während der andere Mitbegründer, Eric Lefkofsky übernahm – zunächst interimsmäßig, dann ohne zeitliche Begrenzung. 

Ein Jahr ist der Vorstandswechsel jetzt her – doch der große Befreiungsschlag ist ausgeblieben, das unterstreichen auch die nach Handelsschluss vorgelegten neuen Geschäftszahlen. Im Weihnachtsquartal konnte Groupon die Umsätze zwar merklich von 595 auf 768 Millionen Dollar steigern, verlor unterm Strich jedoch immer noch happige 81 Millionen Dollar.

Und im laufenden Quartal soll es nicht wirklich besser werden. Groupon stellte im Zuge der Übernahme des koreanischen Web-Unternehmens Ticket Monster einen erneuten Verlust in Aussicht. Es droht ein weiteres Geschäftsjahr im roten Terrain. Anleger hatten von diesen Aussichten genug und verkauften die Groupon-Aktie hart ab – die Anteilsscheine verbilligen sich nachbörslich um 12 Prozent auf nur noch 9 Dollar.

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