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Kika-Affäre: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlung gegen Kottkamp ein

Gegen Zahlung einer Geldstrafe von 10.000 Euro hat die Staatsanwaltschaft Erfurt die Ermittlungen gegen den ehemaligen Kika-Programmchef Steffen Kottkamp eingestellt. Ihm war Untreue bzw. Beihilfe zur Untreue vorgeworfen worden.

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Kottkamp erhob im Zusammenhang mit dem Betrugsskandal beim Kinderkanal schwere Vorwürfe gegen den verantwortlichen MDR. Hintergrund ist der Kika-Betrugsskandal, bei dem der ehemalige Herstellungsleiter des Kindersenders, Marco K., viele Millionen Euro veruntreut hatte, um damit seine Spielsucht zu finanzieren. Nachdem bekannt wurde, dass die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit der Affäre auch gegen Kottkamp ermittelt, wurde dieser zunächst beurlaubt.

Beim MDR wurden anschließend eigene Ermittlungen durchgeführt, nach Akteneinsicht wurde Kottkamp im März 2013 gefeuert. Schon zu diesem Zeitpunkt bezeichnete er sich in einem offenen Brief als “Bauernopfer” und kündigte an, vor Gremien und Medien auszupacken. Dass er beim MDR die Einrichtung schwarzer Kassen in Auftrag gegeben habe, bezeichnet er als “völlig abwegig”. Auch wisse er nichts von illegalen Geldtransfers.

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Wie die Funkkorrespondenz berichtet, wir wird der Fall nun gegen eine einmalige Zahlung zu den Akten gelegt. Der 45-Jährige gilt damit als nicht vorbestraft. Der Herstellungsleiter Marco K. war im 2011 und 2012 zu mehrjährigen Hafstrafen verurteilt worden. Die Ermittlungen gegen Kottkamps Vorgänger Frank Beckmann waren im Oktober 2013 gegen eine Zahlung von 30.000 Euro bereits eingestellt worden.

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