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ADAC-Skandal: Autobauer geben mehr als 40 „Gelbe Engel“ zurück

Wertloser Preis: BMW, VW und Daimler haben angekündigt, mehr als 40 „Gelbe Engel“ zurückzugeben
Wertloser Preis: BMW, VW und Daimler haben angekündigt, mehr als 40 "Gelbe Engel" zurückzugeben

Die einstige Trophäe ist nur noch ein Symbol des Betrugs: Laut Bild am Sonntag haben Daimler, BMW und VW angekündigt, alle Auszeichnungen des ADAC-Preises "Gelber Engel" zurückgeben zu wollen. Mittlerweile hat sich bestätigt, dass der Automobilclub bereits seit Jahren Teilnehmerzahlen und Rangfolgen manipuliert hat.

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Wie BMW gegenüber  MEEDIA bestätigt, wird der Autobauer alle seit 2005 gewonnenen Preise zurückgeben. Das sind allein zehn Erste Preise und weitere Zweite und Dritte Auszeichnungen. Der „Gelbe Engel“ habe nach Bekanntwerden der Manipulationen seine Glaubwürdigkeit verloren und sei damit wertlos, so ein BMW-Sprecher gegenüber der Zeitung. Autobauer VW habe angekündigt, sogar 19 Erste Preise zurück in die ADAC-Zentrale nach München zu senden. Daimler teilt gegenüber MEEDIA mit, dass der Konzern – anders als berichtet – von mehr als elf Preisen zurücktreten wird. Wie viele Preise das insgesamt sind, werde derzeit noch ermittelt, so eine Sprecherin.

Die Entscheidungen der Autohersteller fallen im Zuge des Manipulationsskandals beim Leserpreis „Gelber Engel“ der ADAC Motorwelt. Verantwortliche im Automobilclub hatten die Stimmenanzahlen für „das Lieblingsauto der Deutschen“ nach oben manipuliert. Wie ein Aufklärungsbericht der Wirtschaftsprüfung Deloitte ergeben hat, wurden zudem auch die Rangfolge der Modelle in Eigenregie bestimmt. Neuesten Erkenntnissen zufolge hat sich  auch bestätigt, dass die Preisvergaben des „Gelben Engels“ bereits seit 2009 manipuliert wurden. Rückschlüsse auf die Jahre zuvor konnte die Wirtschaftsprüfung  nicht ziehen, da für diese Jahre keine ausreichende Datengrundlage mehr vorhanden ist.

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ADAC-Präsident Peter Meyer war wegen des Betrugs an Lesern und Mitgliedern am vergangenen Montag zurückgetreten. Vor ihm musste bereits Kommunikationschef und Motorwelt-Chefredakteur Michael Ramstetter seinen Hut nehmen.

 

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