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Zalando-IPO: Milliarden-Börsencoup für die Samwers?

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Obwohl Deutschland als viergrößte Wirtschaftsnation den idealen Nährboden für einen milliardenschweren Internet-Champion bietet, fehlt ein Web-Champion nach dem Vorbild von Google, Facebook & Co. hierzulande. Das scheint sich mit kommenden IPO von Zalando zu ändern. Profiteure sind alte Bekannte: Die Samwer-Brüder könnten ihre Berliner Mode-Beteiligung milliardenschwer veredeln.

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Der Zahltag rückt näher. Wie das Manager Magazin aus gut unterrichteten Kreisen berichtet, peilt der Berliner Online-Modeversender Zalando noch in diesem Jahr den Gang an die Börse an – in Frankfurt oder New York, wie es hieß.

Traut man der unisono skeptischen Berichterstattung (Spiegel und mm: „Zalando plant Börsengang trotz roter Zahlen“ / faz.net: „Trotz schlechter Zahlen: Zalando will an die Börse gehen“), scheint den Samwer-Brüdern und dem schwedischen Großaktionär Kinetik ein Börsenflop bevorzustehen.

Umsatzboom: Vom 510 auf 1,7 Milliarden Dollar in drei Jahren

Die Bilanzentwicklung, vor allem aber die jüngsten IPOs in den USA, sprechen eine andere Sprache. Das boomende Online-Modehaus hat seinen Umsatz binnen nur drei Jahren von 510 auf 1,7 Milliarden Euro hochgeschraubt – das sind Dimensionen, die weder das Schnäpchenportal für Frauen und Mütter, Zulily, noch sogar Börsenstar Twitter erreicht.

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Tatsächlich liegt Zalando damit schon in den Erlös-Dimensionen von Groupon. Die Verluste fallen mit 80 Millionen Euro zudem längst nicht so hoch aus, als dass sie nicht im kommenden Geschäftsjahr bewältigbar wären – angeblich wird der Breakeven bereits für das dritte Quartal angestrebt.

Milliardenschwere Beteiligung winkt den Samwers

Auf 4,9 Milliarden Dollar taxierte das Wall Street Journal den Unternehmenswert Zalandos Ende Januar. Angesicht der Spähren, in den hochgewettete US-Internet-Unternehmen in diesen Tagen an der Wall Street gehandelt werden, wäre das fast eine konservative Größenordnung – nämlich nur das zweifache des Umsatzes.

Würde Zalando auf Basis von Groupon bewertet werden, stiege der Börsenwert bereits auf mehr als 7 Milliarden Dollar. Die Samwer-Brüder könnten in diesen Fall einen Traum-Exit feiern: Ihr 17 Prozent-Anteil wäre über 1 Milliarde Dollar wert. Ab einer Bewertungsschwelle von 5,9 Milliarden Dollar würden die Rocket Internet-Eigner die magische Marke durchbrechen.

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