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IVW-Bilanz: F.A.Z. ist der ePaper-König unter den Tageszeitungen

Das ePaper der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Das ePaper der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Rasant steigende Verkaufszahlen sind bei der IVW längst nicht mehr an der Tagesordnung, Die Auflagen der Tageszeitungen sinken und sinken. Rasant steigen aber die ePaper-Verkäufe - oft um mehrere Hundert Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nummer 1 der ePapers heißt inzwischen F.A.Z.: Sie verkauft per Abo und Einzelverkauf mehr als alle anderen.

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15.772 ePaper setzte die F.A.Z. laut IVW täglich im vierten Quartal 2013 per Abo und Einzelverkauf ab – mehr als die Bild und die Süddeutsche Zeitung, die auf den Rängen 2 und 3 folgen. Auch sie kommen auf fünfstellige Abo- und Einzelverkaufs-Zahlen. Die Einzelverkäufe spielen bei den ePapers allerdings nahezu keine Rolle. So ist das Handelsblatt mit 103 ePaper-Einzelverkäufen pro Ausgabe hier der einzige Titel mit einer Zahl von über 100, bei allen anderen Tageszeitungen liegen die Werte unter 100, zum Teil sogar unter 10. Deutlich relevanter sind zahlenmäßig die Abos und die sonstigen Verkäufe, die wir bei unseren Betrachtungen aber außen vor lassen: Bei ihnen handelt es sich vor allem um stark rabattierte Abos.

Im Vergleich zum Vorjahr wuchsen die ePaper-Verkäufe wie erwähnt rasant. Die Bild legte um 413,5% zu, die F.A.Z. um 134,4%. Auf Platz 6 gewann Der Tagesspiegel sogar 1194,4% hinzu. Ein Grund für die steigenden Zahlen ist auch ein IVW-regeltechnischer: Seit Herbst 2012 werden die ePaper-Verkäufe direkt in die verkaufte Auflage des jeweiligen Titels hinein gerechnet, sie sind seitdem in der Vermarktung also letztlich genau so viel Wert wie herkömmliche Verkäufe.

Hinter dem Spitzen-Trio folgt das Handelsblatt, das es inzwischen auf 9.497 Abos und Einzelverkäufe per ePaper bringt, sowie als stärkste Regionalzeitung die sh:z aus Schleswig-Holstein. Sie setzt schon lang auf das Medium ePaper, lässt ihre Zahlen auch schon seit 2006 von der IVW ausweisen. Der Tagesspiegel folgt auf Platz 6, die taz auf 7. Sie schlägt damit auch Die Welt, die sich als schwächste der großen überregionalen Tageszeitungen nur auf Rang 10 findet.

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Trotz der rasant steigenden Zahlen besteht für die Verlage kein uneingeschränkter Grund für Jubel. Denn: Ein Großteil der ePaper-Abos dürften nicht an Neukunden verkauft worden sein. Stattdessen dürften viele Abonnenten von Papier auf Elektro-Abo umgestiegen sein, weil es viele Vorteile bringt und oft auch etwas günstiger ist. Die Gesamtverkäufe aus Print- und ePaper-Version fallen bei fast allen Tageszeitungen schließlich trotz der ePaper-Steigerungen.

IVW: Top 20 Tageszeitungen nach ePaper-Verkauf (Abo und Einzelverkauf)
Titel IV/2013 IV/2012 IV/2013 vs. IV/2012
absolut in %
1 Frankfurter Allgemeine 15.772 6.729 9.043 134,4
2 Bild Deutschland 14.430 2.810 11.620 413,5
3 Süddeutsche Zeitung 11.849 6.837 5.012 73,3
4 Handelsblatt 9.497 1.454 8.043 553,2
5 sh:z Gesamtausgabe 8.383 5.060 3.323 65,7
6 Der Tagesspiegel 7.430 574 6.856 1194,4
7 taz.die tageszeitung gesamt 4.847 3.645 1.202 33,0
8 HAZ-Wirtschaftsraum Hannover 4.839 2.329 2.510 107,8
9 Neue Osnabrücker Zeitung / Zeitungsgruppe Südwest-Niedersachsen 4.457 2.052 2.405 117,2
10 Die Welt Gesamt (Die Welt + Welt Kompakt) 3.700 2.207 1.493 67,6
11 Rheinische Post Gesamt 3.580 1.034 2.546 246,2
12 Augsburger Allgemeine mit Allgäuer Zeitung Gesamt 3.253 1.931 1.322 68,5
13 Zeitungsgruppe Neue Westfälische Gesamt 501 2.773 2.207 566 25,6
14 Zeitungsgruppe Köln Abozeitungen Gesamt 2.619 617 2.002 324,5
15 Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten Gesamt 2.530 1.187 1.343 113,1
16 RheinMainMedia Gesamt 2.466 226 2.240 991,2
17 Nordwest-Zeitung/Zeitungsregion Nordwest 2.420 1.268 1.152 90,9
18 Badische Neueste Nachrichten Gesamt 220 2.275 0 2.275
19 Weser-Kurier Gesamtausgabe 2.086 1.201 885 73,7
20 Hamburger Abendblatt 1.966 1.173 793 67,6
Quelle: IVW
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