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Evangelische Kirche versenkt Millionen in Web-Shop Getgoods

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Kirche und Medieninvestments scheint nicht wirklich zu passen: Nachdem die Weltbild-Insolvenz viele katholische Bistümer belastet, hat nun auch die evangelische Kirche Ärger mit Beteiligungen. So versenkte sie in München Millionen in den insolventen und umstrittenen Web-Shop Getgoods.

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Bereits vor Tagen berichtete die Süddeutsche Zeitung, dass die Münchner Gemeinde sich mit rund 5,5 Millionen Euro verspekuliert hätte und der zuständige Abteilungsleiter bereits suspendiert wurde.

Das war allerdings nur die halbe Wahrheit. Laut der evangelischen Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler könnten sich die Verluste sogar noch auf 12,5 Millionen Euro erhöhen. Die Kirchenleute steckte ihre Einnahmen in zwei Solar-Unternehmen, einen Müllverwerter und den Online-Versandhändler Getgoods. Vor allem letzterer machte bereits seit Monaten – vor allem negative – Schlagzeilen.

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Im Dezember musste der auf trendige und junge Tech-Produkte spezialisierte Shop Insolvenz anmelden. Bereits in den Wochen davor gab es viel Ärger, weil bereits bezahlte Produkte nicht mehr versendet werden konnten. Bereits kurz nach dem Stellen des Insolvenzantrages übernahm Conrad das Startup.

Einer der großen Verlierer dieses Deals war offenbar die evangelische Kirche. Inwieweit die Finanzverwaltung der Gemeinde sich ganz bewusst für die Firmen als Geldanlage entschlossen hat – oder man sich einfach nur an einer Mittelstandsanleihe beteiligte, ohne die Unternehmen genau zu kennen, die von ihr unterstützt wurden, ist noch nicht ganz klar. Fakt ist, dass die Finanzverwaltung maximal 28 bis 30 Prozent ihres Anlage-Budgets in Mittelstandsanleihen hätte investieren dürfen. In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk verwies die Stadtdekanin jedoch darauf, dass es in Wirklichkeit 50 Prozent gewesen sind.

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