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Neuer Neon-Chef Oliver Stolle: „G+J bestmöglicher Verlag“

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Die Magazine Neon und Nido werden bald in Hamburg gemacht

Die Textredaktion des Magazins Neon, bisher München, zieht "geschlossen" nach Hamburg. Dies verkündet der neue Chefredakteur Oliver Stolle in der SZ. Zuvor hatte der Verlag Gruner+Jahr den Mitarbeitern von Neon und Nido eine lange Bedenkzeit einräumen müssen, der Unmut über den Umzug war groß.

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Die Chefredakteure Vera Schroeder und Patrick Bauer hatten sich ziemlich rasch, nachdem der Umzug von G+J im vergangenen Jahr angekündigt worden war, für München entschieden. Und damit gegen ihren Job. Auch die Redaktion der beiden Zeitschriften, mit denen sich G+J gerne schmückt, schien gespalten. Mitziehen oder bleiben? Die Bedenkzeit wurde verlängert. Der Umzug wurde vom Verlag als Folge der neuen Strategie der „communities of interest“ beschlossen. Satellitenredaktionen sind nun nur noch in Ausnahmefällen erlaubt, wie etwa bei 11Freunde in Berlin. Auch P.M. und Eltern ziehen von München nach Hamburg.

Mit Oliver Stolle fand G+J einen Chefredakteur, der bereits lange für die beiden Zeitschriften gearbeitet hat. Und mit der Zeit kam offenbar bei vielen Mitarbeitern die Einsicht, dass man es ja mal versuchen kann mit der Hansestadt. Nun ziehen mehr als die Hälfte der Redakteure mit in die Zentrale. Die Neon-Textredaktion geht geschlossen mit. Auch „weite Teile der Bildredaktion und Grafik“. Stolle gibt sich im Interview mit der Süddeutschen diplomatisch. Die Umzugskonditionen seien „super“, G+J sei der „bestmögliche Verlag“.

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Kritik klingt eher am Rande mit. Die Kommunikation des Umzugs sei nicht ideal gelaufen, auch wenn so etwas ohnehin nicht ideal zu kommunizieren sei. Er rechne nicht mit „neuen, seltsamen Erwartungen“, die an die Magazinmacher herangetragen werden könnten. Ein wenig Distanz muss schon bleiben, schließlich darf man auch nicht den Eindruck erwecken, nun komplett einzuknicken, nachdem die Aufregung zunächst so groß war.

Zur Zukunft der Magazine sagt Stolle, die Redaktion arbeite daran, „digital große Schritte nach vorne zu machen“. Doch gedruckt werde es Neon trotz tendenziell sinkender Auflage noch lange geben. Die Haptik, die opulenten Bilder, die Leser wollten das.

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