Die Visitenkarte der Zukunft spricht mit dem Smartphone

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Auch wenn unser Leben immer digitaler wird, halten sich Visitenkarten beharrlich. Die kleinen Papierkarten sind nach wie vor nicht aus dem Geschäftsalltag wegzudenken. Doch die kleinen Papierdinger sehen seit Jahrzehnten gleich aus. TouchBase Technologies, ein Startup des renommierten MIT, will nun Karten auf den Markt bringen, die sich mit Smartphones verbinden.

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In den neuartigen Visitenkarten ist ein Stromkreis aus leitender Tinte integriert. Damit imitiert das System so etwas wie einen Fingerabdruck. Den kann wiederum eine Software für Smartphones lesen und speichert anschließend die Daten über das Gerät in der Cloud ab. Die gute Nachricht: Wenn sich einmal Ihre Position im Unternehmen ändert oder Sie gar den Job wechseln, können Sie die Karte dennoch weiternutzen.

Denn die mit dem digitalen Fingerabdruck verknüpften Informationen lassen sich jederzeit ändern. Die Smartphone-App gleicht lediglich den vom Stromkreis erzeugten Abdruck mit dem Touchbase-Server ab. Das, was auf die Vorderseite der Touchbase-Karte gedruckt ist, dient dabei nur der Orientierung. Hat das Smartphone die Karte erkannt, leitet die App zum Touchbase-Profil des Karteninhabers weiter, auf dem wiederum Links zu weiteren Social-Media-Profilen und Webseiten hinterlegt sind.

Die Idee könnte Erfolg haben. Denn die Transformation der Visitenkarte in die digitale Welt will bisher nicht recht gelingen. Nachdem die App “Bump” den Austausch von persönlichen Informationen zwischen zwei Smartphones per Zusammenstoßen der Geräte möglich machte, versuchten auch andere Anbieter, gedruckte Visitenkarten ins mobile Zeitalter zu hieven. Doch “Beam” etwa, die Alternative von Samsung, funktioniert nur zwischen zwei Samsung-Geräten. “Beam” wurde erst kürzlich von Google eingestellt. Und seien wir einmal ehrlich: QR-Codes auf Visitenkarten sahen noch nie gut aus.

Noch befindet sich die Touchbase-Visitenkarte in der Entwicklung und durchläuft momentan eine Testreihe auf den iPhones 5, 5s und 5c. Derzeit ist es noch nicht möglich, die Daten auch in das Kontakte-Menü der Smartphones zu übertragen – ein elementarer Bestandteil einer digitalen Visitenkarten-App. Eine Anwendung für Android ist in Planung. Wer das Startup unterstützen möchte, kann das noch bis zum 15. März auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo tun. Ihr Finanzierungsziel von 30.000 Dollar haben die Macher schon erreicht. Die Karten können Interessierte bereits für rund 50 Cent pro Stück vorbestellen.

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