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ADAC: Präsident weg, Hersteller pfeifen auf Gelbe Engel

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Der Skandal beim ADAC ist noch lange nicht ausgestanden: Am Montag gab nicht nur der bisherige Präsident Peter Meyer seinen Posten auf. Zudem veröffentlichte Bild die im Auftrag des Vereins angefertigte Deloitte-Studie, die die Manipulationen an der Wahl zum "Auto des Jahres" detailliert darstellt. Daimler und BMW kündigten an, ihre Auszeichnungen für den Gelben Engel zurückzugeben.

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Damit ziehen die zwei Autobauer die Konsequenzen aus der nun veröffentlichten Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Deloitte. Daimler erklärte sogar, sämtliche „Gelbe Engel“ der vergangenen Jahre zurückzugeben. Zwar seien Publikumspreise für das Unternehmen grundsätzlich von großer Bedeutung. Allerdings sei ein korrekter Ablauf der Leserwahlen eine unabdingbare Voraussetzung.

Auch BMW gibt sämtliche “Gelben Engel”, die der Automobilhersteller in den vergangenen Jahren gewonnen hatte, zurück. „Für uns als BMW Group sind Auszeichnungen und Preise nur dann von Bedeutung, wenn sie unabhängig und transparent ermittelt werden – andernfalls sind sie wertlos“, wird eine Sprecherin des Unternehmens zitiert. Durch die nun nachgewiesenen Manipulationen bei der Stimmenauswertung habe der „Gelbe Engel“ des ADAC seine Glaubwürdigkeit verloren.

Nicht nur Teilnehmerzahl, auch Rangliste wurde manipuliert
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Nachdem eine Untersuchung von Deloitte den Verdacht der Manipulation bei der Wahl zum Leserpreis bestätigte, erklärte ADAC-Präsident Peter Meyer am Montag seinen Rücktritt. Laut eigener Aussage wolle der 64-Jährige nicht mehr als Sündenbock im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Das ADAC-Präsidium hatte allerdings zuvor bereits ein Suspendierungsverfahren eingeleitet. Man warf ihm unter anderem eine schlechte Aufarbeitung der Krise vor.

Kurz zuvor hatte der ADAC bekanntgegeben, dass nicht nur die Teilnehmerzahl bei der Wahl zum „Gelben Engel“ in diesem Jahr gefälscht worden war – auch die Rangfolge beim „Gelben Engel“ stimmte nicht mit den ursprünglich ermittelten Zahlen überein. Damit nicht genug: Es gebe Hinweise darauf, dass auch in den Jahren zuvor Zahlen manipuliert worden waren.

Bild veröffentlichte am Montag den kompletten Bericht zum Nachlesen. Darin heißt es: “Die Reihenfolge der gewählten Fahrzeugmodelle stimmt nach der von uns durchgeführten Auswertung nicht mit der am 16. Januar 2014 bei der Preisverleihung kommunizierten Reihenfolge überein.”

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