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NSA-Enthüller starten neues Investigativ-Portal The Intercept

Beim ersten Scoop der neuen Plattform geht es um die NSA und Drohnen
Beim ersten Scoop der neuen Plattform geht es um die NSA und Drohnen

Es ist das bislang spannendste Investigativ-Projekt des Jahres. Die Snowden-Enthüller Glenn Greenwald und Laura Poitras haben zusammen mit dem Ebay-Gründer Pierre Omidyar und Star-Reporter Jeremy Scahill ihr Enthüllungsportal The Intercept vorgestellt. Zum Start gibt es einen neuen Snowden-Scoop. Schon bald wollen die Macher auch Themen wie Korruption und soziale Ungleichheit aufgreifen.

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Die neuerliche Enthüllung aus dem Snowden-Fundus befasst sich mit dem Umstand, dass sich die US-Dienste bei der Koordination ihrer Drohnen-Angriffe zu selten auf die Erkenntnisse von Agenten vor Ort verlassen würden. Stattdessen griffen sie auf elektronische Informationen, wie etwa Ortungsdaten, Handy- und GPS-Signale etc., zurück. Die Folge ist laut Intercept-Report der vermeidbare Tod Unschuldiger.

First Look Media from First Look Media on Vimeo.

In der Startphase des neuen Investigativ-Portals wollen Greenwald, der in Sachen Snowden bislang überwiegend mit dem Guardian zusammenarbeitete, Poitras, die das erste Interview mit dem Whistleblower in Hongkong führte und Scahill weiterhin auf das Material des ehemaligen NSA-Mitarbeiters zurückgreifen. Allerdings soll The Intercept schon bald auch auf breiter Front investigativ tätig werden. Geplante Themengebiete sind Korruption, Justizmissbrauch, Verletzung bürgerlicher Freiheiten und soziale Ungleichheit.

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First Look wird ein Mix aus Tech-Company und Newsroom

Ebenso spannend wie die journalistische Komponente ist das Firmen-Konstrukt hinter der Plattform. Hinter The Intercept steht das neue Medienunternehmen First Look des Ebay-Gründers Pierre Omidyar. In diese Company will der Tech-Milliardär 500 Millionen Dollar stecken. First Look verfolgt zwei Ziele. Zum einen sollen mediennahe Software und Technologien entwickelt und verkauft werden, zum anderen verschiedene journalistische Portale unterstützt werden, von denen The Intercept nur das Erste und nicht das Einzige sein soll. Der Technologiezweig soll Gewinne erwirtschaften, der journalistische Arm ist stiftungsfinanziert und damit frei von jeglichen wirtschaftlichen Zwängen.

Eigentlich sollte The Intercept erst später im Jahr online gehen. Doch aufgrund des Druckes, weitere wichtige Teile des Snowden-Materials zu veröffentlichen, beschlossen die Macher, den Launch vorzuziehen.

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