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AOL-Chef Tim Armstrong und der Million-Dollar-Baby Shitstorm

AOL-Boss Tim Armstrong: „Mission Impossible“ erfolgreich gelöst
AOL-Boss Tim Armstrong: "Mission Impossible" erfolgreich gelöst

Schlechtere Publicity, als sie AOL-Chef Tim Armstrong derzeit hat, kann man sich nicht wünschen. Der AOL-Boss ist aber selbst schuld. Vergangene Woche machte er die Behandlungskosten für zwei kranke Babies von Angestellten dafür verantwortlich, dass AOL die Pensions-Zahlungen für Mitarbeiter kappt. Der Shitstorm blieb nicht aus und er war heftig. Inzwischen hat Armstrong die Änderungen rückgängig gemacht und sich entschuldigt.

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Vergangene Woche hielt AOL-Chef Tim Armstrong eine Rede vor Mitarbeitern, in der er erklärte, dass die Pensions-Rücklagen für Mitarbeiter gekürzt würden. Statt wie bisher am Monatsende sollten AOL-Beschäftigte ihre Zuschüsse zur Altersversorgung künftig erst gebündelt am Jahresende ausbezahlt bekommen. Der Aufschub hätte dem Internet-Konzern in Summe viel Geld gespart – und die Angestellten Geld gekostet.

Armstrong rechtfertigte die Änderung damit, dass die Kosten für Mitarbeiter-Zusatzleistungen explodiert seien. Schuld sei einmal die von US-Präsident Barack Obama forcierte neue Krankenversicherung und eben die beiden kranken Babies von zwei Mitarbeitern. Für jedes der Babies habe AOL eine Million Dollar an Behandlungskosten übernommen. Im Netz und Medienberichten war schnell von den “Million-Dollar-Babies” bei AOL die Rede.

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Wenig überraschend wurde Armstrongs Begründung in Medien und auch im Internet scharf verurteilt. Ein Großkonzern, der Pensionszuschüsse kürzt und das auf kranke Babies schiebt – das kommt gar nicht gut an. Zurecht! Autorin Deanna Fei, Mutter eines der betroffenen Babies, und Ehefrau eines AOL-Mitarbeiters schrieb für das Online-Magazin Slate ein langes, bewegendes Essay zum Thema – garniert mit hübschen Bildern ihres “distressed Babys”, wie sich Armstrong ausdrückte.

Armstrong hat schnell selbst erkannt, dass seine Aussage ein veritabler Tritt in den Fettnapf war, sich inzwischen entschuldigt und die angekündigten Änderungen bei den Pensions-Zuschüssen zurückgenommen. Das hätte der Mann auch vorher wissen können.

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