Petition gestartet: Jäger nehmen ZDF ins Visier

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(c): ZDF

Mit der Ausstrahlung der Dokumentation "Jäger in der Falle" hat sich das ZDF zur Zielscheibe des Deutschen Jagdverbandes (DJV) gemacht. Der hat wegen einer angeblich "tendenziösen" Berichterstattung eine Petition gestartet, die schon über 33.000 Unterzeichner gefunden hat.

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Seitdem soll das ZDF schon rund 270 Zusendungen von Jägern bekommen haben. Laut dem Spiegel hat der Autor der Dokumentation, Berndt Welz, schon während der Recherchen vom Lobbyverband keine Unterstützung erfahren.

In der Doku vom 19. Januar 2014 waren Kritiker zu Wort gekommen, die eine Abschaffung der traditionellen Jagd fordern. „Fast alle Waidmänner jagen doch nur aus der Lust am Töten und kommen ihrer eigentlichen Aufgabe, Wildschäden zu verhindern und die Bestände zu regulieren, überhaupt nicht nach“, wird ein Jäger zitiert.

Auf der Plattform Openpetition.de, auf der auch die Anti-Lanz-Petition gestartet worden war, fordern die Waidmänner nun: „Schluß (sic!) mit tendenziöser Berichterstattung beim ZDF!“ Darin heißt es: „Unter Verstoß gegen die §§ 5 und 6 des ZDF-Staatsvertrages (*2) und Missachtung der Sorgfaltspflicht nach Ziffer 2 des Pressekodex (*3) wurde darin offensichtlich bewusst die Macht des Mediums ausgenutzt, um Meinungen insbesondere von in der Sache nicht bewanderten Zuschauern zu kanalisieren.“

Die Jäger fordern nun eine Richtigstellung durch den Sender sowie „eine pflichtbewusste Berichterstattung in der Zukunft“. Zusätzlich reiche man eine formelle Beschwerde beim ZDF-Fernsehrat ein.

Die Petition entwickelt sich aus Sicht der Jäger recht erfolgreich. Schon über 33.000 Unterzeichner haben sich gefunden, 50.000 waren das Ziel. 30 Tage hat der DJV dafür noch Zeit.

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