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Absturz der Internetaktien: Auch LinkedIn bricht ein

Das Karriere-Netzwerk von Microsoft wird in Russland blockiert.
Das Karriere-Netzwerk von Microsoft wird in Russland blockiert.

24 Stunden nachdem Twitter bei Vorlage seiner Quartalszahlen an der Börse komplett durchfiel, knöpfen sich Anleger den nächsten hochgewetteten Internet-Überflieger vor. Und siehe da: Auch LinkedIn bekommt eine Abreibung nach demselben Muster - gute Zahlen, schlechte Kurse.

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Besitzer von Internetaktien waren gewarnt: Nach einem Jahr im Überfluss, in dem die Kurse nur eine Richtung kannten – nämlich steil gen Norden – meldet sich irgendwann die Realität zurück. So geschehen in der laufenden Quartalssaison: Twitter? Gestern um unfassbare 24 Prozent abgestürzt. Amazon? Vergangene Wochen um 12 Prozent erleichtert.

LinkedIn? Gab heute nach Handelsschluss um 8 Prozent nach – ein Kursrückgang, den man nach den Abverkäufen der Vortage schon fast als glimpflich bezeichnen kann. Das Muster ist indes dasselbe: Wie bei Twitter und Amazon zuvor, fiel die Quartalsbilanz zunächst einmal besser als erwartet aus.

LinkedIn schlägt die Wall Street-Schätzungen – und stürzt ab

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Das hoch gewettete Online-Business-Netzwerk übertraf bei Vorlage der Dezember-Bilanz die Analysten-Schätzungen erneut: Statt der erwarteten 438 Millionen Dollar konnte LinkedIn tatsächlich 447 Millionen erlösen – das entsprach einem abermaligen Umsatzzuwachs von 48 Prozent.

Auch die Gewinne entwickelten sich leicht besser: Das knapp elf Jahre alte Internet-Unternehmen fuhr 39 Cent je Aktie statt der erwarteten 38 Cent je Anteilsschein ein.  Interessanter Nebenaspekt: Mit nun schon 277 Millionen Nutzern kommt LinkedIn auf deutlich mehr Mitglieder als Twitter (241 Millionen).

So weit, so gut.  Doch das alte Wall Street-Problem lautet: Es findet sich immer ein Haar in der Suppe der Bilanz. Bei LinkedIn ist dies der Umsatzausblick auf das Gesamtjahr 2014, der mit 2,02 bis 2,05 Milliarden Dollar unter den Analystenerwartungen zurückfällt. Ergebnis: Die Aktie fällt kurzfristig sogar unter die 200-Dollarmarke  – das erste Mal seit Juli vergangenem Jahr.

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