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Sky präsentiert erste Jahresbilanz mit Gewinn

Sky-Chef Brian Sullivan hat geliefert. Der früher Premiere genannte Bezahlkanal Sky, das einstige Sorgenkind der deutschen TV-Branche, ist aus dem Gröbsten raus und hat für 2013 die erste Jahresbilanz seiner Geschichte mit einem operativen Gewinn abgeliefert. Die 35 Mio. Euro EBITDA (86 Mio. mehr als noch im Vorjahr) sollen erst der Anfang sein. Sullivan verspricht nun jedes Jahr steigende Gewinne.

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Der Sky-Umsatz kletterte 2013 laut der vorläufigen Bilanz um 16% auf 1,546 Mrd. Euro. Der Umsatz pro Kunde lag im 4. Quartal 2013 bei erklecklichen 34,56 Euro, ein Plus von 5,5% im Jahresvergleich. Das bedeutet, Sky gewinnt nicht nur mehr Kunden, man macht pro Kunde auch mehr Umsatz. Die Zahl der Abos wuchs um 304.000 auf 3,667 Mio., davon über 2 Mio. Kunden mit den teureren Sky-HD-Abos.

Für die Zukunft sichert sich Sky langfristige Partnerschaften mit Disney und DreamWorks Animation. Damit ist der Nachschub an den beliebten Animationsfilmen und potenziellen Zukunftshits (Disney hat ja auch Star Wars!) gesichert. Das Mobil-Angebot Sky Go wurde um eine Sprachwahl erweitert, so dass man Filme und Serien mobil wahlweise in Originalsprache sehen kann. Außerdem führt Sky mit Sky Home eine Art elektronische Programmzeitschrift samt redaktionellen Empfehlen ein. Das macht den Sender unabhängiger von klassischen TV-Zeitschriften und soll die Kunden gezielter auf die Sky-Angebote locken.

Für das neue Jahr 2014 erwartet Sky ein netto Abonnenten-Wachstum zwischen 400.000 und 450.000. Das bedeutet, Sullivans Truppe will in diesem Jahr die 4-Mio-Marke bei den Abos durchbrechen. Ein ehrgeiziges Ziel. Der operative Gewinn soll auf 70 bis 90 Mio. Euro anwachsen und sich somit möglichst mehr als verdoppeln.

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Bei aller Freude über das positive EBITDA: Unterm Strich macht Sky Deutschland immer noch Verlust. Nach Steuern beläuft sich das Ergebnis 2013 auf -133 Mio. Euro (Vorjahr -195 Mio. Euro). Wachstum erhofft sich Sky auch von dem jüngst gestarteten Video-on-Demand-Angebot Sky Snap. Das Angebot wirkt freilich (noch) eher wie eine vorauseilende Abwehrmaßnahme gegen den erwarteten Start von Netflix im deutschen Markt. Auch wenn Sullivan gerne betont, dass er die kommende Konkurrenz nicht zu fürchten braucht und selbstverständlich super-gelassen ist.

Für Sky Go, das mobile On-Demand-Angebot für Abonnenten, sind neben der Sprachwahl weitere Neuerungen und ein neues Design angekündigt. Eine Schwachstelle von Sky ist  das ausbaufähige On-Demand-Angebot via TV-Bildschirm. Zwar kann Snap über Apps z.B. auch auf Smart-TVs laufen, dafür müssen zahlende Sky-Kunden aber ein zusätzliches Snap-Abo abschließen. Hier hat der Sender noch eine Lücke im Angebot und könnte am ehesten von neuen Konkurrenten wie Watchever, Maxdome oder eben Netflix angegriffen werden.

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