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10. Jahrestag: Facebooks großer Lovestorm

Mark Zuckerberg gratuliert sich via Blogeintrag selbst zum FB-Geburtstag
Mark Zuckerberg gratuliert sich via Blogeintrag selbst zum FB-Geburtstag

Zu alt, zu öde, zu undurchsichtig? Mitnichten! Zum Jahrestag der ersten Dekade von Facebook präsentierte sich das weltgrößte Social Network auf dem Zenit der Unternehmenshistorie von seiner nostalgischen Seite. Während den 1,23 Milliarden Mitgliedern ein sentimentales Video ihrer besten Facebook-Momente spendiert wurde, umarmte US-Techblogs Zuckerberg als ihren Helden. Mehr Lovestorm geht kaum.



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Wer immer sich diese Dramaturgie ausgedacht hat – Hollywood hätte sie nicht besser inszenieren können. Facebook, der große soziale Verführer, der uns alle ein bisschen mitteilsamer und neugieriger gemacht hat, ist tatsächlich schon zehn.

Schnell ist sie vergangenen, diese Dekade, in der das weltgrößte soziale Network alle Phasen eines großen Objekts der Popkultur durchmachte: vom Wunder-Startup zum verhassten Spielzeug des Establishments bis zum global agierenden Börsenstar, der just an seinem zehnten Jahrestag so gut dasteht wie noch nie.

160 Milliarden Dollar ist Facebook zu Rekordkursen von 63 Dollar wert – ganze 70 Millionen mehr als Amazon, das nach Jahren just zum Jubiläum von Facebook überholt wird. Mark Zuckerberg hat es tatsächlich geschafft: Zu den Gründungsfeierlichkeiten zieht er am E-Commerce-Riesen vorbei und ist nun der zweitwertvollste Internetkonzern der Welt und auch offiziell der erste Google-Nachfolger.

„Facebook hat die Welt verändert“

Traut dem den Huldigungen der zuletzt doch recht kritischen Branchenpresse, kann Facebook kaum mehr etwas falsch machen. Kostprobe:  „11 Gründe, warum du nie Facebook verlässt“. „Schaut Euch all die bahnbrechende Technologie an, die Facebook im letzten Jahrzehnt erfunden hat“, jubelt der Business Insider. „8 Gründe, warum Facebook die Welt verändert hat“, zählt Mashable auf, während Techcrunch noch einmal die soziale Bedeutung des Social Networks in „Ein Facebook-Leben“ nachzeichnet. 

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Das hat auch Gründer Mark Zuckerberg getan. Und zwar auf seine ganz eigene Weise: In einem Blogeintrag, der Facebook feiert – und auch ein bisschen sich selbst. „Wenn ich über die letzten zehn Jahre nachdenke, frage ich mich eine Sache:  Warum waren wir es, denen das gelungen ist? Wir waren schließlich nur Studenten.“

„Es war uns wichtiger, die Welt miteinander zu verbinden als anderen“

Dass es an dieser Stelle vielleicht schlau wäre, innezuhalten und über die – hinlänglich dokumentierten – wenig schmeichelhaften Gründungstage schnell hinwegzukommen, lässt Zuckerberg außer acht. Stattdessen kostet Zuck den Triumph voll aus: „Uns war es einfach wichtiger.“ 

Und noch mal: „Es war uns wichtiger, die Welt miteinander zu verbinden als anderen. Und das ist es auch heute noch.“ Große Worte an einem großen Tag, denen eine große Geste folgte. Den 1,23 Milliarden Nutzern spendierte Zuckerberg einen anrührenden Einminüter, der die meistgeklickten Fotos und Status-Update im Videoformat zusammenfasst.  Ach, Facebook. Was wären wir nur ohne Dich.

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