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Seehofer will Weltbild bis zum Verkauf mit Millionen helfen

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Zentrale der Weltbild-Gruppe in Augsburg

Die Verlagsgruppe Weltbild wird ein Fall für die bayerische Landesregierung. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) versprochen, dem insolventen Unternehmen etwas Zeit zu verschaffen, bis ein Käufer gefunden ist. Laut SZ könnten bis zu 24 Millionen Euro nötig sein. Zwei international tätige Medienkonzerne sollen zumindest Interesse bekundet haben.

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Laut SZ führt Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz erste Gespräche mit Unternehmen, die an einer Komplettübernahme interessiert seien. Eine Zerschlagung der Gruppe wird offenbar nur als zweite Option gesehen. Doch die Prüfung der Bücher braucht Zeit. Zeit, die Weltbild nicht unbedingt hat.

Denn: Ende März laufen die Zahlungen von der Arbeitsagentur aus. Rund acht Millionen Euro an Personalkosten sind es laut SZ, die aufgebracht werden müssen. Bei drei Monaten, die zu überbrücken wären, ginge es also um rund 24 Millionen Euro, die aufgetrieben werden müssen. Die will nun die Politik organisieren – „bei der Arbeitsagentur, beim europäischen Sozialfonds, bei banken oder bei den kirchlichen Weltbild-Gesellschaftern“, so die SZ.

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Seehofer sagte am Wochenende: „Wenn Weltbild ein Stück Zeit braucht, dann versuchen wir, das mitzugestalten.“ Weltbild müsse „neu strukturiert“ werden. Insolvenzverwalter Geiwitz sehe Finanzinvestoren nicht als erste Wahl, sondern bevorzuge internationale Medienunternehmen, die ihr Portfolio mit Weltbild ergänzen wollten.

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