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Drei sind eine zuviel: Burda stellt Frauenzeitschrift Cover ein

Chefredakteurin Michaela Mielke, Cover. Die März-Ausgabe wird die letzte sein
Chefredakteurin Michaela Mielke, Cover. Die März-Ausgabe wird die letzte sein

Burda stellt die Frauenzeitschrift Cover mit der März-Ausgabe ein. Die Umsatzentwicklung sei zuletzt hinter den Erwartungen zurückgeblieben, heißt es vom Verlag. Cover erschien nach einer Testphase ab August 2013 monatlich und sollte zu einer internationalen Marke ausgebaut werden. Betroffen sind insgesamt 13 Mitarbeiter. Mit Elle und Harper's Bazaar hat Burda zwei weitere monatliche Frauenzeitschriften im Angebot.

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Die Geschäftsleitung prüfe Möglichkeiten, für die Mitarbeiter andere Stellen im Verlag zu finden. Geschäftsführerin Manuela Kampp-Wirtz: „Wir sind bei aller Innovationsfreude auch der kaufmännischen Vernunft verpflichtet.“ Sie bedaure sehr, „dass die leidenschaftliche, kreative und professionelle Arbeit von Chefredakteurin Michaela Mielke und ihrem Team im Markt nicht ausreichend angenommen wurde“.

Traditionell hat Burda mit Elle schon lange eine modeorientierte monatliche Frauenzeitschrift. Die ähnlich positionierte Amica wurde 2009 eingestellt. Die Entwicklung der Werbemärkte lasse dem Verlage “keine Chance, als das Engagement zu beenden“, hieß es damals. 2011 war der Verlag dann wieder hoffnungsfroher und schickte die Neuentwicklung Cover ins Rennen. Chefredakteurin Michaela Mielke positionierte das Blatt zwar auch in Richtung Mode, mit Geschichten über starke Frauen bot Cover aber zusätzlich mehr Lesestoff als reine Fashion-Magazine.

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Zunächst schien das Konzept aufzugehen. Nach einer Testphase ging Cover im August 2012 in die monatliche Erscheinungsweise. 320.000 Exemplare wurden gedruckt und für 3 Euro das Stück unsers Volk gebracht. Die erste Ausgabe wurde  nach Verlagsangaben rund 105.000 mal hart (Einzelverkauf plus Abo) verkauft. Man wolle Cover zur internationalen Marke ausbauen, jubelte der Verlag. Doch obwohl der Verkaufspreis nicht angehoben wurde (die Elle kostet mit 6 Euro pro Ausgabe das Doppelte), nahm die Erfolgsgeschichte ein jähes Ende.

Bei der ersten offiziellen IVW-Auflagenmeldung von Cover im 4. Quartal 2013 waren es nur 78.784 verkaufte Exemplare, davon nur 41.453 im harten Verkauf. Zu wenig, um zu überleben. Hinzu kommt, dass Burda im September 2013 mit Harper’s Bazaar die nächste Hochglanz-Frauenzeitschrift mit monatlicher Erscheinungsweise vom Stapel ließ. Zwar waren die drei Magazin-Schwestern Elle, Cover und Bazaar durchaus unterschiedlich positioniert, im Lesermarkt wird es aber bei soviel interner Konkurrenz einfach zu eng. Zumal der Fokus der Vermarktung zuletzt auf der internationalen Marke Harper’s Bazaar gelegen haben dürfte.

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