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WDR-Rundfunkrat fordert digitale Jugendplattform

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Der WDR in Köln

Der Rundfunkrat des WDR hat über einen möglichen Jugendkanal beraten. Ergebnis: Nicht ein eigener Jugendkanal von ARD und ZDF soll geschaffen werden, sondern eine crossmediale, interaktive Plattform im Internet. Zwischen den öffentlich-rechtlichen Sendern wird seit einiger Zeit diskutiert, wie die Digitalkanäle künftig positioniert sein wollen. Teile der ARD wünschen sich einen Jugendkanal.

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Dieser ominöse Jugendkanal ist indes hoch umstritten. Nun wünscht sich der WDR, wohlwissend dass die Diskussion um die Digitalkanäle hochpolitisch ist, nach eigener Aussage gar keinen richtigen Kanal. Sondern ein non-lineares und interaktives Angebot, das „über alle relevanten Technologien zu verbreiten und plattformorientiert auf- und auszubauen“ sei.

Den Knackpunkt beschreibt der WDR-Rundfunkrat ebenfalls: Im Rundfunkstaatsvertrag ist ein Aufbau eines non-linearen Digitalangebots nur möglich, wenn es unmittelbar an ein lineares Angebot anknüpft. Wir erinnern uns, dass das Wort „Sendungsbezug“ eine große Rolle spielt. Das Gremium würde diese strikte Regelung gerne abschaffen – und fordert die Ministerpräsidenten der Länder sogleich auf, darüber zu beraten. Eine solche Änderung würde freilich auf Gegenwehr in der privatwirtschaftlich organisierten Medienwelt, also bei Verlagen und Privatsendern, stoßen. Solange dies rechtlich nicht möglich sei, könne ein lineares „Basisangebot“ aufgebaut werden.

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Woran hakt es bisher, dass junge Menschen von öffentlich-rechtlichen Sendern eher nicht angesprochen werden? Wie die Mediennutzung sich verändert, wisse man doch sehr wohl sehr genau, stellt der Rundfunkrat um die Vorsitzende Ruth Hieronymi fest. Nein, es hake daran, dass nicht genug bausprobiert werde, so die Kritik. der Rat sehe „vor allem ein Umsetzungsdefizit, nicht ein Erkenntnisdefizit bei der Gestaltung eines den Interessen der jungen Menschen entsprechenden öffentlich-rechtlichen Angebots“.

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