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„Ich bin ein Star“ – RTLs letzter Quotengigant

Die Kandidaten der 2014er-Version von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“
Die Kandidaten der 2014er-Version von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus"

Wenn am Freitag die bereits achte Staffel der Realityshow "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" anläuft, wird schon am Morgen danach klar, ob sie das herausragende Quotenniveau der Vorjahre halten kann. In Zeiten, in denen andere ehemalige RTL-Erfolgsformate von Jahr zu Jahr Zuschauer verlieren, bleibt der Dschungel ein Megahit.

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Als „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ im Januar 2004 – also vor mittlerweile zehn Jahren – ins deutsche Fernsehen kam, war die RTL-Reihe auf Anhieb ein gigantischer Erfolg. Am ersten Tag sahen 4,76 Mio. Leute zu, doch per Mundpropaganda und Medien-Hype stieg die Quotenkurve im Verlauf der Staffel über die 7-Mio.-Marke und im Finale, das Costa Cordalis für sich entschied, schließlich auf 8,07 Mio. Der Durchschnitt der ersten Staffel lag letztlich bei 6,73 Mio. Zuschauern (31,2%), darunter 4,37 Mio. 14- bis 49-Jährige (42,0%).

Der große Erfolg ließ RTL noch im selben Jahr eine weitere Staffel produzieren. Doch im Oktober lief es nicht ganz so gut wie im Januar, Dschungel-Königin Desirée Nick und Kollegen sahen nur noch 5,34 Mio., bzw. 3,22 Mio. 14- bis 49-Jährige zu. Die Marktanteile fielen von 31,2% auf 22,0%, sowie von 42,0% auf 29,4%. Da auch die Werbebuchungen wegen des schlechten Images der Show ausblieben, gab es in den Folgejahren keine Dschungelcamps mehr.

Erst 2008 kam „Ich bin ein Star“ zurück auf die Bildschirme – und verlor erst einmal noch eine halbe Million Zuschauer. Mit 4,85 Mio. Sehern sollte die dritte Staffel mit Sieger Ross Antony aber die bis dato erfolgloseste bleiben. 2009 sahen schon 5,67 Mio. Leute zu, 2011 nach einem weiteren Jahr Pause dann 7,55 Mio. und damit so viele wie nie zuvor. Die Verwicklungen um Jay Khan und Indira Weis, der verrückte Mathieu Carrière und Rainer Langhans, Dschungel-König Peer Kusmagk – das war die Erfolg bringende Mischung, die quotenmäßig bis heute unerreicht ist. Der Durchschnitts-Marktanteil der Staffel lag mit den 7,55 Mio. Gesamt-Zuschauern bei 29,8%, im jungen Publikum ging es mit 4,69 Mio. und 41,6% erstmals seit Staffel 1 auf über 40% hinauf.

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2012 sahen mit 6,64 Mio., bzw. 4,00 Mio. zwar wieder ein paar weniger zu, doch 2013 ging es erneut klar über die 7-Mio.-Marke: Mit 7,39 Mio. Gesamt-Zuschauern (29,5%) und 4,43 Mio. 14- bis 49-Jährigen (41,8%) wurden die Rekordwerte aus 2011 beinahe erreicht. Wie hoch diese Zahlen im fragmentierten TV-Markt des Jahres 2013 einzuschätzen sind, zeigt ein Blick auf die Jahres-Quoten-Charts des jungen Publikums: Das Finale belegt mit 5,36 Mio. 14- bis 49-Jährigen Platz 5 des Zuschauer-Rankings 2013. Ohne die Champions League, die dank der deutschen Erfolge ganz vorn liegt, wäre das Finale in der jungen Zielgruppe sogar das meistgesehene Programm des Jahres gewesen, insgesamt belegt „Ich bin ein Star“ acht der Top-20-Plätze der Jahres-Charts. Und: Abseits des Dschungels konnte sich RTL nur mit einem Klitschko-Kampf in der Top 20 platzieren.

Allein diese Tatsache zeigt, wie wichtig der Freitag für RTL sein wird. Läuft alles so wie erhofft, dann wird das Dschungelcamp auch im Jahr 2014 RTLs großer, letzter Quotengigant. Die Voraussetzungen dafür stimmen jedenfalls: der Mix aus Z-Promis aus Castingshows, früheren Sternchen wie Mola Adebisi, Corinna Drews oder Tanja Schumann, Leuten, von denen man nicht gedacht hätte, dass sie den Dschungel nötig haben, wie Jochen Bendel oder Winfried Glatzeder und der wahrscheinlichen Reizfigur Nummer 1 Michael Wendler, lassen perfekte Unterhaltung erwarten.

Wie w&v berichtet, meldet RTL-Vermarkter IP Deutschland bessere Werbebuchungen als im Vorjahr, Sonderwerbeformen seien bereits ausverkauft. „Noch nie war der Dschungel so begehrt wie in diesem Jahr“, wird IP-Mann Julian Weiss zitiert. Und das, obwohl die IP die Spotpreise im Vergleich zum Vorjahr angehoben hat. Zwischen 74.310 und 88.395 Euro müssen für einen 30-Sekünder auf den Tisch gelegt werden. Ob sich die Investitionen lohnen, zeigt sich dann schon am Samstagmorgen, wenn die ersten Quoten vorliegen. Zum Vergleich: Der bisherige „Ich bin ein Star“-Startrekord stammt aus dem Jahr 2013: 7,84 Mio., bzw. 4,62 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen vor einem Jahr zu.

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