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CES: die wichtigsten Techniktrends 2014 im Überblick

Google Glass: Eine Brille für (fast) jede Lebenssituation
Google Glass: Eine Brille für (fast) jede Lebenssituation

Sie ist die wichtigste Technikmesse der Welt: die Consumer Electronics Show in Las Vegas. Hier klärt sich in den kommenden Tagen, was in den nächsten Monaten die neuen Techniktrends sein werden. Wie schon im Vorjahr liegen neue Smartphones und Tablets weiter hoch im Kurs, allerdings drängt die Vernetzung der eigenen vier Wände à la "Connected Home" weiter in den Vordergrund.

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Nach Smartphones und Tablets werden Wearables im Jahr 2014 einen immer größeren Anteil am Mobile-Segment übernehmen. Wie wichtig die tragbare Technik in den kommenden Jahren sein wird, bewies Google am Montag mit der Bekanntgabe einer Allianz zwischen dem Android-Hersteller und den Autobauern GM, Honda, Audi und Hyundai. Letzterer will sein Luxus-Modell Genesis Anfang 2015 kompatibel mit Google Glass auf den Markt bringen. Die Datenbrille soll dabei helfen, das geparkte Auto wiederzufinden, Navigationsdaten an den Bordcomputer zu schicken oder etwa Türen zu ver- und entriegeln. Die anderen Hersteller spezialisieren sich derweil auf den Import des mobilen Betriebssystem für ihre Entertainment-Systeme.

Apropos Entertainment: Ultra-HD-TVs – auch 4K-Fernseher genannt – gelten auch 2014 als großer Trend in der Fernsehbranche. Allerdings stellt sich die Frage, wer das bezahlen soll. Sowohl LG als auch Samsung präsentieren TVs mit Diagonalen von 105 Zoll, die zudem noch leicht gebogen sind, um einen besseren Betrachtungswinkel zu erreichen. Das kostet dann aber auch entsprechend: 152.000 Dollar müssen Interessierte hinblättern, wenn sie die Zukunft der TV-Unterhaltung im Wohnzimmer stehen haben wollen. Allerdings gibt es noch recht wenig Inhalte für die hochauflösenden Fernsehgeräte. TV-Hersteller Samsung sorgte mit dem Auftritt von Regissuer Michael Bay und dessen vorzeitigem Abgang schon für einen kleinen Skandal.

Dafür findet sich Ultra-HD noch an anderer Stelle wieder: Unter anderem bei ATIV Q 1, einem Ultrabook von Samsung, auf dem Windows 8.1 und Android installiert sind. Die Auflösung liegt bei 3200 x 1800 Pixeln. Das Gerät passt gut in die Pläne des Chipherstellers Intel, der die neue Geräteklasse „PC Plus“ etablieren will. Gemeint sind damit Geräte, auf denen je nach Einsatzmodus Windows oder Android läuft. Bislang braucht es dafür auch zwei CPUs. Das soll sich nach Intels Vorstellung bald ändern – mit einem Prozessor, auf dem die Prozesse parallel laufen könnten.

Apropos laufen: Fitness-Gadgets liegen hoch im Kurs auf der diesjährigen CES. Den Anfang machten Jawbone mit dem Armband UP und Fitbit mit dem Flex. 2014 folgen neue Modelle, unter anderem das Fitbit Force, das über ein kleines Display mit Status-Updates verfügt. Corning, Hersteller des kratzfesten Gorilla Glass, gab zudem im Vorfeld der Technikmesse bekannt, künftig auch Oberflächen für flexible Displays herzustellen. Smartphone-Hersteller, wie etwa LG, wollen Berichten zufolge ebenfalls mit Fitness-Armbändern punkten.

In Sachen Smartphone meldet sich übrigens ein alter Bekannter aus der Notebook-Sparte zurück: Lenovo. Bislang konzentrierte sich der chinesische PC-Hersteller auf die Produktion von Notebooks und Hybrid-Geräten zwischen Notebook und Tablet. Doch mit dem Lenovo Vibe Z zeigt der IT-Riese erstmals ein 5,5 Zoll großes LTE-Smartphone auf der CES. Die verbauten Komponenten können sich sehen lassen: Quadcore-Prozessor mit einer Taktrate von 2,2 Gigahertz sowie zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Gigabyte interner Speicher reichen für die Oberklasse. 549 US-Dollar soll das Smartphone mit Android 4.3 kosten.

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Ebenfalls mit Android 4.3 dürfte das 12,2 Zoll große Galaxy Tab ausgestattet sein, das Samsung Berichten zufolge auf der CES vorstellen will. Apple, selbst nicht in Las Vegas vertreten, soll ebenfalls an einem iPad mit ähnlichen Maßen arbeiten. Experten gehen davon aus, dass die Riesen-Tablets die Grenzen zwischen dem Couch-Gadget und Notebooks verschwinden lassen. Möglich macht das auch der Umstieg auf 64-Bit-Architektur, den Apple beim iPad Air vollzogen hat. Davon profitieren vor allem leistungsstarke Multimedia-Anwendungen, auf die Fotografen, Cutter und Grafiker zurückgreifen.

Privatleute hingegen sollen künftig auf smarte Elektronik im Haushalt zurückgreifen. Die Rede ist vom Trendbegriff !Connected Home!. Damit ist die Steuerung und Überwachung von Funktionen in den eigenen vier Wänden über Smartphones und Tablets gemeint. Archos stellt auf der CES zusätzlich zu einer App Überwachungskameras und Bewegungsmelder vor, mit denen Nutzer das Haus oder die Wohnung überwachen können.

Belkin erweitert seine WeMo-Reihe mit einzeln dimmbaren LED-Leuchten, einem Maker-Kit zur Steuerung von beliebigen elektronischen Geräten via Internet und sogar einem Schmortopf, der Erinnerungen an das synchronisierte Smartphone schickt. Und wem das noch nicht reicht, der kann sich mit Aura von Withings in den Schlaf wiegen lassen. Über einen Bewegungstracker reagiert das Gadget auf die Schlafphasen und begleitet den Schlaf mit Geräuschen und Lichtern. Die Daten lassen sich später auf dem Smartphone auswerten.

Ebenfalls mit dem Smartphone lässt sich die Smartwatch Pebble synchronisieren. Die Erste ihrer Art wird im Jahr 2014 endlich erwachsen und ergänzt das Portfolio neben dem reinen Plastik-Look um zwei Modelle aus Edelstahl: einmal in Silberoptik, einmal in mattem Schwarz. Für 249 Dollar erhalten Nutzer ab Ende Januar zusätzlich zur Uhr zwei Armbänder aus Leder und Edelstahl. Das Tricolor-LED-Display wird von Gorilla Glass geschützt, das auch bei einer Reihe von Smartphones und Tablets zum Einsatz kommt.

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