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Kohl-stern war kein großer Kiosk-Hit

Kein schöner IVW-Start ins neue Jahr für Spiegel, stern und Focus. Unter den Zahlen aus drei Heftauflagen-Wochen, die am Mittwoch gebündelt veröffentlicht wurden, findet sich für die drei Magazine kein echter Erfolg. Auch die viel beachtete stern-Titelgeschichte "Die Kohls" und Der Spiegel mit den "Gesprächen mit einem Phantom" - Cornelius Gurlitt - liefen im Einzelverkauf nicht sonderlich gut. Und der Focus scheint sich mittlerweile bei nur noch 60.000 bis 70.000 Kiosk-Verkäufen einzupendeln.

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Wegen der Weihnachts- und Jahreswechsel-Feiertage wurden in den vergangenen Wochen keine Heftauflagen online gestellt, dafür veröffentlichte die IVW am Mittwoch für die Wochenmagazine gleich drei Ausgaben auf einmal.

Der Spiegel erreichte dabei mit seinen Heften 47 bis 49/2013 zwischen 226.741 und 255.186 Einzelverkäufen. Angesichts von Durchschnittswerten, die bei 262.000 (3 Monate), bzw. 277.500 (12 Monate) liegen, sind das keine sonderlich guten Zahlen. Am glimpflichsten davon kam dabei das Heft 47 mit dem Gurlitt-Titel "Gespräche mit einem Phantom". Zufrieden wird man mit den 255.186 Einzelverkäufen aber nicht sein, zumal die Geschichte zu dem Zeitpunkt ein kleiner Scoop war. Ausgabe 48 ("Beste Grüße von der Basis" über die damals noch ausstehende Koalitions-Entscheidung der SPD-Mitglieder) kam eine Woche später auf 226.741 Kiosk-Verkäufe, Heft 49 ("Das Superhirn") dann auf 239.345.

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Der stern landete mit seinen Heften 48 bis 50/2013, für die die Zahlen nun vorliegen, zwischen 201.663 und 220.321 Einzelverkäufen und damit ebenfalls unter den jüngsten Durchschnittswerten (3 Monate: 222.500 / 12 Monate: 245.000). Am nächsten kam denen die Nummer 49 mit dem eingangs erwähnten Titel "Die Kohls". 220.321 Einzelverkäufe sind für eine so viel beachtete Geschichte aber kein Erfolg. Die Ausgaben 48 (208.238) und 50 (201.663) landeten noch deutlich dahinter, die Titel "So schützen Sie Ihre Ersparnisse!" und "Auf der Flucht vor Amerika" über die "engste Vertraute von Edward Snowden" kamen also nicht sonderlich gut an. Die 201.663 Einzelverkäufe für die Nummer 50 sind sogar der zweitschwächste stern-Wert der IVW-Heftauflagen-Historie.

Auf einem bedenklichen Einzelverkaufs-Niveau pendelt sich der Focus unterdessen ein. Von 100.000 – 2012 noch ein normales Ergebnis – kann inzwischen nur noch geträumt werden und selbst 80.000 wurden in den vergangenen zehn Wochen nur dreimal erreicht. Die neusten miesen Kiosk-Verkäufe der Hefte 47 bis 49/2013 liegen nun bei 70.169 ("Perfekt sehen ohne Brille"), 69.969 ("Geldanlagen, die Spaß machen") und 63.459 ("Die gekaufte Braut", ein Politik-Titel über die "teure Ehe von Schwarz-Rot").

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